Die nächste Klagewelle
17.11.2008 | 19:15 Uhr 2008-11-17T19:15:23+0100Wieder hat jemand etwas über das Internetlexikon Wikipedia zu meckern und ist mit ca. 120 Unterlassungserklärungen vor Gericht gezogen. Hören wir mal kurz rein in die Verhandlung.
Richter: "Also, Herr, äh..."
Kläger: "Arschloch, Kleines Arschloch."
Richter: "Ja, nun, Herr Kleines Arschloch, laut Aktenlage sind Sie eine bekannte deutsche Comicfigur. Im Internet-Lexikon Wikipedia werden Sie wie folgt beschrieben: Sie seien ein kleiner, kurzsichtiger Junge, der politisch unkorrekt seine Umwelt terrorisiert. Er lasse keinen Scherz auf Kosten von Ostdeutschen..."
Kläger: "Stimmt!"
Richter (hilflos in seinen Unterlagen wühlend): "Ja, dann verstehe ich das nicht. Sie sind nach diesem Linken-Politiker Lutz Heilmann jetzt schon der Zweite diese Woche, der die Wikipedia abschalten lassen will. Aber was genau stört Sie denn?"
Kläger: "Da steht, ich bin n e b e n Käptn'n Blaubär die bekannteste Comicfigur von Walter Moers. Wenn überhaupt, ist doch wohl dieser blöde Bär nach mir und nicht neben mir...Sie verstehen, Euer Ehren, es geht mir hier nur um Faktentreue."
Einen Raum weiter klagt Pippi Langstrumpf gegen Wikipedia. Sie sei nicht "frech", wie es in der Wikipedia steht. Sie sei rotzfrech.

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