Die Luft wird dünn
21.08.2008 | 19:00 Uhr 2008-08-21T19:00:41+0200Es fällt schwer, einen Abgesang auf die Uni Witten/Herdecke anzustimmen. Immer wieder ist es der Hochschule gelungen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und ihre anerkannt gute Ausbildung zu retten. Geld hat sie seit 25 Jahren nicht. ...
... Und es gibt sie zum Glück immer noch.
Dennoch müssen wir uns Sorgen machen: Die Verantwortlichen haben ein bemerkenswertes Talent, potenzielle Geldgeber vor den Kopf zu stoßen. Das war bei der SRH aus Heidelberg so, die in Witten einsteigen wollten. Das ist bei Droege so, die vor nicht langer Zeit vor Ort als große Retter gefeiert und dann regelrecht rausgeworfen wurden. Hinter den Kulissen fliegen offenbar mächtig die Fetzen.
Die Umwandlung in eine Stiftungsuni verbessert die Lage nicht. Witten/Herdecke müsste dafür ein großes Vermögen anhäufen. Wo soll das herkommen, wenn es finanziell vor allem ums Überleben geht?
Inzwischen können und sollen sich auch die staatlichen Hochschulen Sponsoren angeln. Der Kuchen, der verteilt werden könnte, wird also immer kleiner. Und die Luft zum Atmen immer dünner.

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