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Landesgartenschau 2010 in...

Die innere Mitte zwischen Hainbuchenhecken

16.10.2009 | 16:52 Uhr

Hemer. Auf den Tag genau am Samstag in einem halben Jahr wird die Landesgartenschau (LGS) 2010 in Hemer eröffnet. Die Westfälische Rundschau stellt in einer kleinen Serie Attraktionen der LGS vor. Im letzten Teil: Die Gartenschau für die Seele.

Schöne Aussichten für das Felsenmeer. Das einzigartige Geotop, das wohl die meisten Menschen mit der Stadt Hemer verbinden, wird auch bei der Landesgartenschau eine tragende Rolle spielen.

Pünktlich mit Eröffnung des Großereignisses werden neue Begegnungen zwischen Mensch und Natur an diesem von Sagen umwobenen Ort möglich. Eine neue Brücke wird sich wellenförmig durch das Felsenmeer schlängeln. Ein Steg führt die Besucher auf eine ellipsenförmige Aussichtsplattform, von der aus man einen ganz neuen Blick auf das geheimnisvolle Gewirr von Felsen, Schluchten und Abgründen hat. 1,3 Millionen Euro wurden für diese Bauten in die Hand genommen. Die Stadt Hemer hofft, dass das Felsenmeer durch diese Investitionen seine „touristische Strahlkraft nachhaltig entfalten kann”.

Die Besichtigung des Felsenmeers ist auch während der Landesgartenschau kostenlos möglich. Ein weiterer magischer Ort entsteht hingegen hinter dem Drehkreuz, dort, wo die Landesgartenschau-Tickets gelten. Auch im so genannten „Park der Sinne” kann man mit Lust dem Alltag verloren gehen.

Zentrale Attraktion dieses Parks ist ein Irrgarten auf 1925 Quadratmetern Fläche. 565 laufende Meter Hainbuchen-Hecke, gut 1,80 Meter hoch gewachsen, nehmen den Spaziergängern einen großen Teil ihrer Orientierungsmöglichkeiten. Gesponsert von der LWL-Klinik Hemer trägt der Irrgarten den Namen des in Hemer geborenen Psychiaters und Kunsthistorikers Hans Prinzhorn, der auch der Klinik ihren Namen gab.

Zweimal im Jahr wird geschnitten

Auf dem Gelände soll es darum gehen „seinen Weg zu suchen” und „seine innere Mitte” zu finden. Irrgärten wie der in Hemer haben eine große Tradition seit der Renanissance. In Deutschland gibt es allerdings nur noch zehn intakte Irrgärten dieser Art - was vielleicht nicht wundert, wenn man zweimal im Jahr rund 3000 Quadratmeter Hecken schneiden muss.

Yves Boschloos, Bauleiter der Landesgartenschau 2010 in Hemer, hat mit dem Irrgarten in der Bauphase schon seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht: „Wir mussten 2070 Hainbuchen pflanzen und dafür sorgen, dass diese optimal anwachsen können. Ich habe alle fünf Minuten auf die Baupläne geschaut, damit ich mich im Irrgarten nicht verlaufe.”

Jürgen Potthoff

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