Die Gier nach Rampenlicht
11.08.2009 | 18:12 Uhr 2009-08-11T18:12:00+0200Michael Schumacher hat einen Rückzieher gemacht. Er reiht sich damit zwangsläufig in die Riege derer ein, deren Comeback-Versuche als peinlich gelten.
Und wozu das Ganze? Es ist die niemals gestillte Gier des (Ex-)Stars nach Aufmerksamkeit, die auch Schumacher verleitet hat. Ihn, den zweifellos besten Rennfahrer aller Zeiten.
Genau deshalb aber hält der Verweis auf die tatsächliche Schwere seiner Nackenverletzungen kritischen Nachfragen nicht stand. Schumacher wusste um die Brüche im Kopf- und Halsbereich. Und er weiß auch, dass mitunter Kräfte auf den Piloten wirken, die dem Fünffachen des Körpergewichts entsprechen. Natürlich weiß er das – er ist schließlich der Beste.
Also viel Lärm um nichts? Mitnichten! Denn die PS-Posse hat zumindest ihrem Selbstzweck gedient. Profitiert hat die zuletzt lahmende Formel 1, die wieder in den Schlagzeilen steht. Und profitiert hat auch Schumacher, dessen Sponsorenverträge gutgläubig verlängert worden sind.
Das Paradoxe: Für seine (späte) Einsicht, der Vernunft gehorchend und der Gesundheit zu Liebe auf ein Comeback zu verzichten, muss man Schumacher auch noch loben.

12:39
Ganz großes Tennis von dem Mann der bereits jeden Drops gelutscht hat. Welch rhetorisch brilliante Art und Weise die man sich nur durch das studieren von Hr. Lehmann aneignen kann! Übrigens ich hab ihn noch!!!