Bomben-Drohung bei Überfall im Supermarkt
03.08.2010 | 19:25 Uhr 2010-08-03T19:25:00+0200
Lüdenscheid/Werdohl.Der Überfall im Februar auf einen Düsseldorfer Supermarkt war spektakulär. Einer der drei mutmaßlichen Täter drohte mit Explosion einer Bombe. Am 20. August beginnt der Prozess vor dem Landgericht Hagen.
Der spektakuläre Überfall auf einen Düsseldorfer Supermarkt hat für die mutmaßlichen Täter ein Nachspiel vor dem Hagener Landgericht. Am 20. August beginnt der Prozess gegen die drei 18- bis 20-jährigen Männer aus Lüdenscheid und Werdohl. Dem Trio wird schwere räuberische Erpressung und Nötigung zur Last gelegt.
Am 27. Februar gegen 8 Uhr befanden sich rund 200 Kunden und 40 Angestellte im Supermarkt in Düsseldorf-Reisholz, als ein junger, unmaskierter Mann auftauchte und sich an den Filialleiter wandte. Er habe eine Bombe im Geschäft deponiert. Falls die explodiere, könne das verheerende Schäden anrichten.
Der Täter trat so konsequent auf, dass er den Filialleiter von der Ernsthaftigkeit seiner Androhung überzeugte. Der löste zwar Alarm aus, überließ dem jungen Mann aber dennoch einen hohen fünfstelligen Geldbetrag aus dem Tresor aus. Der verschwand, draußen wartete sein Komplize in einem Audi.
Verfolgungsjagd auf A46
Die Polizei hatte zwischenzeitlich einen Großeinsatz und eine Ringfahndung ausgelöst. Es folgte eine Verfolgungsjagd auf der A46 in Richtung Neuss. Im Autobahnkreuz Neuss-Süd beim Fahrbahnwechsel im Abzweig auf die A57 kam es dann zum Crash: Der dunkle Audi A3 krachte links gegen die Mittelleitplanke – ein rund 30 000 Euro teurer Totalschaden. Die Täter jedoch blieben unversehrt und die Handschellen klickten.
Derweil wurden die Geschäftsräume des Supermarkts evakuiert, Sprengstoffexperten und Spürhunde traten in Aktion, wurden jedoch nicht fündig.
Am nächsten Morgen dann die dritte Festnahme: In einem Lüdenscheider Hotel spürte die Polizei den dritten mutmaßlichen Täter auf. Er soll in Tatortnähe Schmiere gestanden haben, um seine Komplizen im Ernstfall warnen zu können. Für das Trio endete es mit Haftbefehlen und Untersuchungshaft.
Am 20. August beginnt vor der Hagener Jugendkammer der Prozess gegen die jungen Männer aus Lüdenscheid und Werdohl. Überschuldung und Drogenprobleme sollen ihr Tatmotiv gewesen sein. Und: Weitere Überfälle sollen bereits in Planung gewesen sein.

01:02
...UND DIE JUGENDKAMMER WIRD BEIGEZOGEN!!!!
starker tobak!
08:18
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