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Betreten verboten

29.01.2008 | 04:52 Uhr

Wer sein Grundstück liebt, der hegt und pflegt Rasen und Pflanzen das liebe, lange Jahr lang. ...

... Im Sommer ist der Gärtner aus Passion quasi rund um die Uhr schneidend, mähend und zupfend im Einsatz, winters reduzieren sich diese Tätigkeiten in der Regel auf die Wochenenden.

Damit nur ja kein fremdes Kind auf dem schicken Nobelrasen spielt oder (ähnlich schlimm) irgendein räudiger Köter aus der Nachbarschaft auf das satte Grün kackt, ist das gesamte Areal sicher umzäunt. Bislang war weitestgehend unbekannt, wann die ersten Gartenzäune errichtet wurden. Diese Bildungslücke wurde jetzt dank archäologischer Grabungen in Paderborn geschlossen.

Dort entdeckten die Forscher in Schlick und Modder eines früheren Tümpels die wohl erhaltenen Reste eines Gartenzauns, der rund 600 Jahre auf seinem hölzernen Buckel haben dürfte.

Was ebenfalls aufhorchen lässt, ist die Tatsache, dass in der trocken geleckten Pfütze die Reste von über 150 ganz alten Lederschuhen gefunden wurden. Damit dürfte geklärt sein, dass der Gärtner im Grunde seines Herzens schon immer auch ein Stück weit Spießer war und ist. Schon im Mittelalter hieß es: Betreten verboten. Oder: Schuhe aus!

Von Torsten Droop

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