Asylbewerber schreibt Buch seines Lebens
22.12.2008 | 09:39 Uhr 2008-12-22T09:39:00+0100
Dortmund. Abend für Abend zieht er durch ein Dortmunder Kneipenviertel. Sein Lächeln versteckt er hinter einem großen Strauß roter Rosen. Doch Golam Khair ist alles andere als zum Lachen zumute. Dem 39-jährigen Rosenverkäufer droht die Abschiebung.
Wann? „Sobald mein Pass da ist”, berichtet Golam mit zittriger Stimme. „Und dann geht es sehr, sehr schnell.”
Rosenverkäufer war sicherlich nicht Golam Khairs Traumberuf. Aber er sah keine andere Chance zu überleben. „Ich bin nicht als Bettler begoren”, betont der 1969 in Bangladesh geborene Mann. Denn in seiner Heimat war er als Manager eines Textilunternehmens tätig. Doch politisch verfolgt, beantragte er 2000 in Deutschland politisches Asyl. Eine Odyssee durch verschiedene Auffanglager Deutschlands begann, ehe er in Dortmund landete.
Hier ist er vor in seinem Viertel bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, der kleine Mann, der stets lächelt und mit seinen Rosen Abend für Abend durch die Kneipen zieht. „Ich wollte finanziell unabhängig sein, deshalb der Rosenverkauf”, erzählt Golam Khair. Denn als Asylbewerber war an eine feste Arbeitsstelle nicht zu denken.
Härtefallkommission sagte „Nein”
Sein persönliches Auftreten, seine Beharrlichkeit und sein nie versiegender Optimismus halfen ihm, das Beste aus seiner Situation zu machen. Sein Antrag auf politisches Asyl allerdings wurde negativ beschieden, auch ein Antrag an die Härtefallkommission, seine letzte Hoffnung, brachte keine Änderung seiner Situation. „Sobald mein neuer Pass da ist, muss ich raus, zurück nach Bangladesh.” Daran haben auch die Unterschriften Hunderter Menschen nichts geändert, die sich für ein Bleiberecht des sympathischen Bangladeshi eingesetzt haben.
Seine Heimat, so betont er, ist Dortmund. Hier hat er im Laufe der Jahre viele Freunde gefunden, eine Lebensgefährtin. Hier hat er sich durch den Rosenverkauf eine Existenz aufgebaut „und ich liege dem Staat nicht auf der Tasche, komme ohne Sozialhilfe aus”. Zudem hat er Deutsch gelernt - eigentlich perfekt.
Seine Flucht, sein Leben in Bangladesh und in Deutschland hat er aufgeschrieben und in dem Buch „Der Rosenverkäufer” veröffentlicht. Gerade ist schon die zweite Auflage erschienen. Die ersten 200 Exemplare, die ihm Freunde finanziert hatten, hat er selbst an den Leser gebracht - mit den Rosen im Arm und den Büchern im Rucksack. „Am Anfang waren es wirklich Knochenarbeit, so zwölf, dreizehn Kilo auf dem Rücken”, so Golam Khair.
Es ist ein sehr authentischer Erlebnisbericht, die schmerzliche Geschichte seines Lebens auf 240 Seiten. Auf der einen Seite eine unterhaltsame Gesellschaftsstudie mit viel Lokalkolorit, auf der anderen ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
„Das Leben geht seinen eigenen Weg!”, heißt es in seinem Buch. Es gebe, schreibt Golam Khair, keine Hoffnung mehr für ihn. Wahrscheinlich müsse er dieses Land, seine neue Heimat nach acht Jahren wieder verlassen. „Ich bin dennoch glücklich über die Zeit in Deutschland und die vielen Menschen, die mich hier begleitet haben, die immer wieder versucht haben, mir zu helfen.” Man wird es vermissen, dieses freundliche Lächeln hinter dem großen Strauß roter Rosen.

09:01
guten morgen mein name ist volker-ingo und wünsche frohe weihnachten als erstes ich habe alle kommentera zu unserem freund gelesen es waren 30an der zahl ich habe aber niergens gelesen das unsere regierung doch nur will das mann abhängig von ihr werden soll sie will doch garnicht das man sich selbst hilft und das verstehe ich alles nicht sie soll doch froh sein wenn man sich selbst hilft fliesend deutsch lernt und für seinen unterhalt selbst auf kommt was nicht jeder macht und uns auf der tasche liegt aber nein solch nette leute dürfen erst 9jahre her bleiben und dann WEG da sollte man sich zu smmen tun und VERSUCHEN ihm zu helfen ich weiß zwar nicht wie aber es müsste doch einen weg geben der junge mann muss doch heirbleiben können und euer hin und her damit ist ihm doch auch nicht geholfen oder so meldet euch doch mal über diesen artikel ich wünsche euch noch weiterhin frohe wihnachten
00:58
Beinahe haette ich es vergessen zu sagen,dass ich dem guten Menschen mit den Rosen von ganzem Herzen wuensche,dass er mehr Glueck hat als ich es hatte...wennn es als Trost ueberhaupt dienen kann,sei es gesagt,dass es auch viele gab,die gebildet waren(Aerzte,Ingeniure etc.) zu meiner Zeit,die auch weg mussten...unter anderem auch solche,die sich den Beduerfnissen des Arbeitsmarktes beugten,und erfolgreich eine Ausbildung in Deutschland machten(z.B. meine Frau machte Ausbildung als Krankenschwester) und doch hat es nichts genuetzt....nur soviel...Frohe Weihnachten an alle,Ex-Auslaender
17:59
Mehrere Zehntausend Menschen leben illegal in der BRD und machen wohl mehr Unfug als der Rosenkavalier. Soll er doch einfach hier
bleiben ... mich störte er bislang jedenfalls nicht!
Ein toleranter
runningvalentino
02:13
Wenn man sich hier weniger gegenseitig beleidigen wuerde,und mehr Lust dazu haette,die Sache serioes,objektiv und konstruktiv zu sehen,koennte am Ende vielleicht was dabei rauskommen...z.B. es springen,wenigstens ist es fuer mich ganz eindeutig,zwei wichtige Punkte heraus:1)dass viele denken,die bestehende Auslaendergesetze muessten geaendert werden(Zitat dass die Behoerde seine Grunde als nicht gut genug findet,reicht mir nicht!),und
2)dass es einer Definierug von Integration bedarf(Zitat: die alte Tuerkin ist nur seit 30 Jahren in Deutschalnd,also woher soll sie Deutsch lesen koennen)
Gerne wuerde ich ueber beide Punkte meine Meinung sagen,wenn das hier jemanden interessiert....sonst,moechte nicht meine Zeit verschwenden...dann lass ich euch lieber sich gegenseitig anpoebeln...
Gruss,ex-auslaender
00:33
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23:59
#26 von bjolly
Ne, die Tinte ist mir beileibe nicht ausgegangen - allenfalls die Lust, mit Ihresgleichen noch mit ernsthafter Intention zu kommunizieren.
22:55
@#18 ExAuslaender
Sie bringen die Sache auf den Punkt.
Ihre Argumentation ist sehr gut. Da Sie selbst Betroffener waren, geht sogar Herrn Bruns die Tinte aus. Kompliment.
Übrigens würde ich Letzteren auf Grund seiner primitiven Beleidigungen gegenüber anderen Kommentatoren (siehe z.B. #10, in dem er schweinshaxe04 als Unmensch bezeichnet) nicht zwangsläufig als guten Menschen bezeichnen.
17:00
Mann, wo ist das Problem? Der Mann hat Arbeit, spricht deutsch, ist integriert und nimmt keinen deutschen Rosenverkäufer den Job weg.
14:08
Die arme, ältere Türkin war höstens 30 Jahre in Deutschland, warum soll sie dann deutsche Texte lesen können!
Die Integration von Ausländern hat den deutschen Staat und damit uns schon über eine BILLION EURO gekostet und der Betrag nimmt mit jeder weiteren Generation, die nicht bereit ist, sich zu integrieren zu!!!
Übrigens, der Staat, dass sind wir!
13:06
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