Andrea Nahles muss die Partei neu aufbauen
15.11.2009 | 17:08 Uhr 2009-11-15T17:08:00+0100
Dresden. Morgens, nach dem Gottesdienst, stehen Andrea Nahles und Prälat Karl Jüsten eine Zeitlang zusammen. „Sie werden über 80 Prozent der Stimmen bekommen”, macht der Geistliche ihr Mut. „Nee, unter 70”, erwidert Nahles.
Als er sie zweifelnd anschaut, bietet Nahles ihm eine Wette an - um eine Flasche Rotwein.
Die SPD-Generalsekretärin hat sie gewonnen. Logo. Sie kennt ihre Pappenheimer. Sie ist zwar erst 39 Jahre alt, aber die SPD hat schon eine Geschichte mit ihr „und ich mit ihr”. Der neue SPD-Chef Sigmar Gabriel räumt unumwunden ein, dass er von ihr viel über die Partei lernt. Er weiß übrigens auch, dass ihre Loyalität mehr der SPD als dem Vorsitzenden gilt. Lange konnten sie sich ausstehen, jetzt sollen sie eine Doppelspitze abgeben.
Es lässt sich unschwer erraten, warum Nahles bei ihrer Wahl so schlecht abschnitt: Eine uninspirierte Rede, ein paar alte Rechnungen aus NRW, die Münteferings Clan begleichen haben dürfte. Aber auch Linke durften sie abgestraft haben. Sie hat, so der Verdacht, zu beflissen ihr Arrangement mit Gabriel gefunden. Hinterzimmer ist schon O.K., aber nicht, um die eigene Karriere voranzutreiben.
Nahles selbst vermutet das Gros ihrer Kritiker in NRW. „Da haben einige Kindergarten gespielt”, schimpft auch die Dortmunderin Ulla Burchardt. Nahles lässt sich nicht unterkriegen und macht einen ausgeglichenen Endruck, übrigens auch privat. Nach einer Trennung hat die SPD-Frau ein neues Glück gefunden.
Sie ist eine vielschichtige Frau. In eine paar Wochen bringt ein katholischer Verlag ihr Buch heraus, der für einige Leser eine Offenbarung wird: „Frau, gläubig, links”. Nahles kommt aus der Vulkaneifel - die Scholle verpflichtet. Sie ist so spontan und so leidenschaftlich wie Gabriel, der auch eruptiv ist. Ihre Mission ist einfach und doch so schwer. Sie muss die SPD neu aufbauen. Das ist keine Verschönerung der Fassade. Es ist eine Totalrenovierung. Man könnte an der Tür des Willy-Brandt-Hauses auch ein Schild aufstellen: Wegen Umbau geöffnet. Vom Vater, einem Maurermeister, hat Nahles viel gelernt, zum Beispiel, dass man beim Fundament „nicht hudeln und pfuschen darf”. Das ist nun wirklich kein schlechter Vorsatz.

00:33
Doch die hat was zu bieten.40 Jahre Alt und noch nie gearbeitet und trotzdem 8000€ Netto im Monat.
Das muß erst mal einer nachmachen.
16:38
Arme SPD mit dem roten Tuch Nahles: Andrea Nahles steht in der neuen SPD gleichermaßen für dreiste wie lärmende Torheit! Sonst hat die glücklose Königsmörderin rein gar nichts zu bieten, schon gar nicht ihren endgültigen Abgang ...
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
soddemann-aachen@t-online.de