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Euro-Krise

OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen

11.08.2012 | 11:25 Uhr
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
Die Zentralbank sollte mehr Staatsanleihen kaufen, fordert OECD-Generalsekretär Angel Gurria.Foto: afp

Berlin.  Verrät die Europäische Zentralbank sich selbst und ihre Funktion, wenn sie Staatsanleihen von Krisenländern kauft? Nein, sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD). Sie fordert die EZB sogar auf, weitere Anleihen zu kaufen, um die Handlungsfähigkeit der Staaten zu erhalten.

Die OECD unterstützt den Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB), zur Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise unter Bedingungen Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen. OECD-Generalsekretär Angel Gurria sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe), EZB-Präsident Mario Draghi habe klar dargelegt, wie die Zentralbank mit dem Ankauf von Staatsanleihen die Krise entschärfen könne.

"Und ich unterstütze seinen Kurs", sagte der Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa laut Vorabbericht. Er erwarte, dass die Krise mit der neuen EZB-Politik beherrschbar bleibe. "Die Spekulanten werden ihre Wette gegen den Euro verlieren, weil die EZB dann alle Register ziehen wird", sagte Gurria. Ein Inflationsrisiko sehe er aktuell nicht.

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer hatte am Donnerstag die Entschlossenheit der Zentralbank unterstrichen und erklärt, die EZB wolle bei einer Rettungsaktion für den Euro mit massiven Interventionen an den Anleihenmärkten in die Vollen gehen. "Unsere Operationen werden einen ausreichenden Umfang haben, um starke Wirkung auf die Märkte auszuüben", kündigte der französische Notenbankchef in einem Interview an.

Die Zentralbank sei darauf vorbereitet, "sehr schnell" zu handeln und sich auf den Markt für kurzlaufende Staatspapiere zu konzentrieren. Draghi hatte eine Woche zuvor die Bereitschaft der EZB zu weiteren Anleihekäufen erklärt, diese aber an die Bedingung geknüpft, dass Schuldenstaaten zunächst unter die Rettungsschirme müssten.

Gurria sagte, die Staaten, die Hilfe wollten, müssten ihren eingeschlagenen Reformkurs weiter verfolgen. "Die EZB-Unterstützung gibt ihnen die dafür nötige Zeit", sagte der OECD-Chef. (rtr)



Kommentare
14.08.2012
13:06
Im Prinzip ist die kontrollierte Inflation eine zwingende Vorraussetzung
von meigustu | #38

um die Konzeptfehler des Kapitalismus auszugleichen. Schlecht allerdings für die Menschen, die sich auf kapitalgedeckte Sozialversicherungen verlassen müssen.

13.08.2012
14:00
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von Hugo60 | #37

@tomatenkiller_neo | #35

Es geht nicht um Meinungen sondern um Tatsachenverdrehungen, um unwahre Darstellungen
der Wahrheit.

Zu behaupten "5 + 5 = 12" ist ja auch keine Meinung sondern einfach nur Stuss.

13.08.2012
13:17
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von soedder | #36

@hugo60
An Donfernando sieht man, dass viele die Zusammenhänge nicht beieinander haben.
Er verwechstelt die Eingriffe durch den ESM insbesondere allerdings durch den weniger
Beachteten (aber mehr in Budget eingreifende) Fiskalpakt, mit den Eingriffen der EZB.

Wie Sie richtig sagen: die EZB ist unabhängig und unterliegt keinerlei demokratischen Kontrolle.
Seltsamerweise regt sich donfernando über diesen „Skandal“ jedoch nicht auf.
Aber wie denn auch: wenn man keine Ahnung hat, nicht wahr?

Donfernando und viele andere hier auch haben auch nicht verstanden, was es damit auf sich hat, wenn die EZB Staatsanleihen ankauft. Der Ankauf ist kostenneutral. Eigentlich kann die EZB Staatsanleihen kaufen so viel wie sie will. Im Haben hat sie die Staatsanleihen und im Soll die Ausgabe, die sie selbst durch Geldschöpfung schafft. Beide Seiten der Bilanz heben sich dabei auf.

13.08.2012
13:08
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von tomatenkiller_neo | #35

#34 nun bleiben wir doch mal sachlich, Euer Allwissenheit :-))

Jeder, der nicht der Meinung Euer Allwissenheit ist, schreibt Stuss, Blödsinn u.ä.

Warum lassen Euer Allwissenheit sich denn überhaupt auf das Niveau der
WAZ-Forumsbeiträge herab, sind WIR denn noch nicht im finanzpolitischen
Olymp angekommen ??

13.08.2012
12:58
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von Hugo60 | #34

@donfernando
Was reden Sie denn da für einen Stuss?

Die OECD will gar kein Geld. Das kriegt sie sowieso von ihren Mitgliedsländern. Mit der EU hat die OECD nichts zu tun.
Sie empfiehlt (im Titel steht zwar "fordert") das, was sie für venünftig hält. Ob die Euroländer ihrer Empfehlung folgen, ist etwas anderes. Es ist ein guter Rat.
Die OECD hat eben kein Mandat, der EZB etwas vorzuschreiben.

Im übrigen: die EZB ist ja unabhängig! Sie darf also an der Demokratie vorbei handeln und unterliegt keinerlei demokratischen Kontrolle.
Besonders die deutschen Politiker haben darauf im Maastricht-Vertrag gepocht und sich durchgesetzt..


Also, warum schreiben sie so einen Stuss?


Interessant ist der folgende Aufsatz für all unsere schwäbischen Hausfrauen hier:
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/120813_rudolf_hickel_bargeld_und_dagobert_duck.pdf




13.08.2012
12:01
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Name von Moderation entfernt | #33

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13.08.2012
11:59
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13.08.2012
11:52
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13.08.2012
10:42
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von donfernando | #30

OECD = Open Euro Crushes Democracies....
Also: Geöffneter Euro zerquetscht Demokratien...oder so ähnlich...
Zurückgekürzelt hieße das dann GEZD.
GEZ-D...Gebühreneinzugszentrale Deutschland???
Das gibt wohl nur einen Sinn, wenn man es zusammen nimmt: GEZD-EZB
Gebühren-Einzugs-Zentrale-Der-Eoropa-Zerknischten-Bundesbürger.

1 Antwort
GEZD-EZB
von JanundPitt | #30-1

Danke, # donfernando. Sie bringen wenigstens etwas Humor in das dröge Ideologie-Gemetzel...;-) Für #Hugo60 ist es "Stuss", natürlich. Für mich ist es einen Smiley wert.

;-)

13.08.2012
09:43
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von GrafVonDingelstein | #29

von Hugo60 |.......Staaten sind ........ keine Unternehmer.
Boa, das müssen Sie unbedingt den Griechen erzählen, das wissen die noch gar nicht.
Deshalb sind auch noch kaum, oder in Wirklichkeit keine Staats"unternehmen" privatisiert worden.
Der Staat ist "kein" Unternehmer, das muß man sich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen.
Ich hoffe das sich noch diese Woche "unser" Staat bei der DB, Post, Bundesbank usw. usw. usw. ...., zurückzieht.
Ferner alle kommunalen Betriebe und Beteiligungen auf der Stelle veräußert werden. Hier vor allem Stadtwerke und Co.!
Ach ja und noch etwas, Sie sollten hier nicht ständig den Oberlehrer spielen und ALLE die nicht IHRER Meinung sind, derart schulmeistern.
Vielen Dank!

1 Antwort
OECD fordert die EZB auf, mehr Staatsanleihen zu kaufen
von Plem | #29-1

Warum sollte ein Staat nicht unternehmerischen Tätigkeiten nachgehen? In den ehemaligen sozialistischen Volksrepubliken war der ganze Staat eine einziges Unternehmen!

Ich denke, Hugo will damit ausdrücken, daß ein Staat nicht in dem Sinne ein Untenehmen ist, daß es - wie z.B. Schlecker - vom Markt verschwindet, wenn er pleite ist. Wo sollen der Staat und seine Bürger denn auch hin? Sie sind doch weiterhin existent!?

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