Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Wikileaks

Wikileaks veröffentlicht Millionen E-Mails aus Syrien

05.07.2012 | 14:16 Uhr
Wikileaks veröffentlicht Millionen E-Mails aus Syrien
Wikileaks veröffentlicht Millionen Mails aus Syrien. Der Gründer der Plattform, Julian Assange, war bei der Präsentation nicht anwesend. Foto: afp

Berlin/London  Nach Monaten, in denen es mehr um die Eskapaden des Gründers Julian Assange ging, macht Wikileaks mal wieder mit Enthüllungen von sich reden. Nach eigenen Angaben hat die Plattform begonnen, 2,4 Millionen E-Mails aus Syrien zu veröffentlichen. Darunter sollen Mails von Ministeriumsmitarbeitern sein.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat nach eigener Aussage mit der Veröffentlichung von 2,4 Millionen E-Mails aus Syrien begonnen. Darunter befänden sich auch Nachrichten von Politikern und westlichen Firmen, sagte Sarah Harrison von Wikileaks auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in London. Die E-Mails böten Einblicke in die Arbeit der syrischen Regierung. Syrien befindet sich in einem blutigen Konflikt zwischen der Regierung von Machthaber Baschar Assad und Kämpfern der Opposition.

Laut Wikileaks wurden die E-Mails zwischen August 2006 und März diesen Jahres verschickt. Darunter befänden sich Nachrichten von Adressen, die zu syrischen Ministerien gehören. Man sei sich sicher, dass der Großteil der Daten authentisch sei.

Nachrichten sollen in Datenbank durchsuchbar sein

Wie Wikileaks an das Material gekommen ist, sagte Harrison nicht. Es soll in einer öffentlich durchsuchbaren Datenbank gesammelt werden. Außerdem arbeitet Wikileaks mit mehreren Medien zusammen, die die Mails nach Geschichten durchforsten wollen. Dazu zählt auch der deutsche NDR.

Wikileaks-Gründer Julian Assange war bei der Präsentation nicht anwesend. Er sucht derzeit Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London, um eine Auslieferung nach Schweden zu verhindern. Dort wird ihm ein Sexualdelikt vorgeworfen. "Wir haben momentan eine schwierige Zeit, aber wir arbeiten uns weiter voran", sagte Harrison.

Bereits zuvor waren E-Mails aus Syrien an die Öffentlichkeit gedrungen. Die britische Zeitung "Guardian" veröffentlichte im März Nachrichten, die der Zeitung von Oppositionellen zugespielt worden seien. Sie zeigten unter Anderem, wie Baschar Assads Frau Asma teure Kleidung kaufte, während in Syrien gekämpft wurde. Auch eine israelische Zeitung hatte im Februar gehackte E-Mails veröffentlicht. (dapd)


Kommentare
Aus dem Ressort
"Wegeheld" - neue App für Hardcore-Radler und Denunzianten?
Apps
Im Straßenverkehr herrscht eine Zweiklassen-Gesellschaft. So sehen es jedenfalls die Macher einer neuen Smartphone-App. Nutzer sollen rücksichtslose Autofahrer an den Online-Pranger stellen. Wer sie nutzt, wird zum "Wegeheld" stilisiert. Juristisch ein fragwürdiges Verhalten.
Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei geht nach hinten los
PR-Reinfall
Die PR-Kampagne ging nach hinten los: Via Twitter hat die Polizei in New York Bürger aufgerufen, Fotos mit Polizisten im Online-Netzwerk hochzuladen. Doch der Hashtag #myNYPD entwickelte sich zum "Bashtag" - zum Schimpf-Stichwort. Statt freundlicher Fotos gab's Bilder von prügelnden Cops.
Vorsicht Falle – Falsche Facebook-Freunde
Trickbetrug
Die Polizei warnt vor einer raffinierten Betrugsmasche bei Facebook. Zehn Menschen aus Siegen haben am Dienstag beim für Internetkriminalität zuständigen Kriminalkommissariat 2 Anzeige erstattet. Sie waren auf Trickbetrüger beinahe oder tatsächlich hereingefallen. Die Siegenerin Heike U. (49)...
Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei geht schief
PR-Reinfall
Die PR-Kampagne ging nach hinten los: Via Twitter hat die Polizei in New York Bürger aufgerufen, Fotos mit Polizisten im Online-Netzwerk hochzuladen. Doch der Hashtag #myNYPD entwickelte sich zum "Bashtag" - zum Schimpf-Stichwort. Statt freundlicher Fotos gab's Bilder von prügelnden Cops.
Achtung Phishing - gefälschte Mails sehen täuschend echt aus
Warnung
Gladbecker erkannte Fälschung rechtzeitig, weil er gar kein Online-Banking betreibt. Sparkasse: Wir verschicken unaufgefordert keine Mails an unsere Kunden. Warnungen und Hinweise auf der Homepage
Umfrage
Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?

Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?

 
Fotos und Videos
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin
Handys im Wandel der Zeit
Bildgalerie
Technik
Chaos Computer Club
Bildgalerie
30C3