Bei Opel streiten jetzt die Betriebsräte - Flugblatt sorgt für Ärger
25.01.2013 | 18:13 Uhr 2013-01-25T18:13:00+0100
Bochum/Rüsselsheim. Ein Flugblatt des Opel-Betriebsrats in Rüsselsheim erzürnt die Bochumer Arbeitnehmervertreter. Am selben Tag noch eine Querele beim kriselnden Autobauer. Der als Hoffnungsträger gestartete neue Vertriebsvorstand Alfred Rieck kündigt nach nur einem halben Jahr.
Ein Flugblatt des Opel-Betriebsrates am Stammsitz Rüsselsheim hat die Bochumer Arbeitnehmervertreter verärgert. Die öffentliche Diskussion belaste mit „Falschinformation, Skandalisierungen und gegenseitigen Drohgebärden“ zunehmend das Erreichen einer Lösung zur Zukunftssicherung, heißt es in dem am Freitag verbreiteten Flugblatt. In einer Stellungnahme an Betriebsräte und Gewerkschafter schreibt der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel: „Wen meint man damit? Hoffentlich nicht Bochum. Wir erwarten ganz schnell eine Klarstellung.“
„Nicht im Interesse der Belegschaft“
Hintergrund der Auseinandersetzung sind die seit langem laufenden Verhandlungen der Arbeitnehmervertreter aller Opel-Standorte mit dem Management über einen Sanierungsbeitrag der Belegschaft. Opel-Aufsichtsratschef Girsky hatte am Dienstag gedroht, das Bochumer Werk vorzeitig Ende 2014 zu schließen, wenn nicht alle Beschäftigten bis voraussichtlich 2016 auf Tariferhöhungen verzichten würden.
Zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt schießt der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schaefer-Klug eine Salve los. Niemand anderes als der starke Gewerkschaftsmann in Rüsselsheim steckt hinter dem Flugblatt, das – im Klartext – den Bochumer Gewerkschaftskollegen Rainer Einenkel der Lüge...
Die Forderung von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sanierung sei stets Teil der Verhandlungen gewesen, hieß es in dem Flugblatt. Ein Scheitern könne nicht im Interesse der Belegschaft sein. Einenkel kritisierte die Formulierungen als „das erkennbare Bemühen“, die Aussagen von Girsky zu rechtfertigen.
Neuer Vertriebschef geht wieder
Der erst Mitte 2012 zu Opel gewechselte Vertriebsvorstand Alfred Rieck hat am Freitag überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben. Von Aufsichtsratsmitgliedern kamen dazu unterschiedliche Erklärungen. Er habe sich mit Girsky überworfen, wurde behauptet. Andere Quellen sagten, die Aufgabe sei für den ehemaligen Skoda-Manager eine Nummer zu groß gewesen. Nachfolger soll der in England erfolgreiche Opel-Manager Duncan Aldred (43) werden.

18:15
Wenn es ans Eingemachte geht, ist sich jeder selbst der Nächste. Bei Opel würden sich auch gestandene Betriebsräte einen Bruch heben. Herr Einenkel hat nie das Charisma eines richtigen Betriebsrats erreicht. Aber was will er auch machen? Ganz weit weg in den USA, da wo das Geld sitzt, wird beschlossen, Opel ist Aus. Irgendwelche Maßnahmen der Belegschaft, wie Streik, wird lächelnd weggesteckt. Haben Menschen denn schon jemals wirklich interessiert, wenn die Bilanzen aufgemöbelt werden müssen. Schade um jeden Arbeitsplatz und die Not, die über viele Opelaner hereinkommen wird.
12:58
Herr Einenkel erzählt im dritten, das Opel in Bochum noch "sehr, sehr lange Autos baut." Was ist der, Betriebsratsvorsitzender oder Märchenonkel?
12:54
Wer sich die Zulassungszahlen aus 2012 ansieht, muss schlichtweg erkennen, dass OPEL Überkapazitäten hat. Um in der Gänze überleben zu können müssen Kapazitäten abgebaut werden. Eigentlich ist das ganz einfach - wenn auch hart für die Betroffenen.
Wenn sich ein Herr Einenkel hinstellt und behauptet am Werk Bochum sei nicht zu rütteln, dann sagt er eigentlich nichts anderes, als das doch bitte woanders Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Da ist der Streit zwischen den Werken doch vorprogrammiert ! Wenn die "Kollegen" in Rüsselsheim oder Eisenach diese Sprüche lesen/hören, dann muss ihnen doch sofort der Kamm schwillen.
Dass deren Betriebsräte den Ball dann aufnehmen ist nur logisch.
Herr Einenkel wirkt auf mich (kein Opelaner!) sehr negativ. Scheinbar kämpft er für "seine" Bochumer - tatsächlich ist er der Spaltpilz in der (gesamten) Opelbelegschaft.
Ein wenig politisches Geschick hätte man ihm, zum Wohle der Bochumer Opelaner, gewünscht.
11:52
Taktik des Arbeitgebers..... die Arbeitnehmer untereinander auszuspielen... damit ja kein Druck nach oben entsteht....nur Einigkeit macht stark... Glück auf
07:31
Ich bin froh, wenn Opel geschlossen wird. Haben sie sich auch wirklich verdient. Dann braucht man nichts mehr über sie in der Zeitung lesen.
Du hast doch echt den Schuss nicht gehört!!! Wie kann man nur so gehässig sein! Aber der liebe Gott wirds schon richten!
23:45
58 Mitarbeiter wurden entlassen.
23:33
Arbeitslosengeld wird vom Nettolohn der letzten 2 Jahre berechnet. Wer jetzt auf WG UG und sonstigen Zahlungen verzichtet sieht bei 12 bzw 18 oder 24 Monaten AGL 1 alt aus. Also alle betroffenen gut überlegen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt das Betriebsräte zuerst nur an sich denken. Beispiel: „Wir haben im
Unternehmen jeden Stein herumgedreht”, sagt ????( Chef) und weiß das Engagement von ?????( Betriebsrat) zu schätzen. Der Betriebsratschef sieht sich in die gesamten Entscheidungen eingebunden und geht wie ???( Chef) davon aus, dass das Unternehmen die Talsohle verlassen hat. Bei den nächsten Entscheidungen sind sich Chef und Betriebsrat wieder einig !!!!!!!! Das ist heute so.. Jeder ist sich selbst der Nächste.
23:07
Da hat GM euch da wo sie euch hin haben wollen. Haut euch nur gegenseitig in die Pfanne. Rüsselsheim schießt gegen Bochum, und GM lacht sich kaputt
22:13
also siehts so aus??? ALLE sollen verzichten, auch die bochumer - aber der laden wird auf jeden fall dicht gemacht?? und wenn die bochumer sich weigern??verraten sie dann die anderen werke die weiter machen können??warum soll also ein bochumer auf geld verzichten??ich sehe keinen grund dafür. und wenn gekürzt wird dann sofort klagen bis die gm zentrale raucht.
wer jetzt noch nen opel oder chrysler kauft tut mir einfach nur leid!!!
21:27
was ein Hühnerhaufen!
Gut das die bald weg sind!
Glückauf!