Ab Mittwoch sind Schlecker-Filialen endgültig dicht
24.06.2012 | 21:12 Uhr 2012-06-24T21:12:09+0200
Ehingen. Die insolvente Drogeriekette Schlecker steht vor dem endgültigen Aus. An diesem Mittwoch sollen die letzten 2800 Filialen des Unternehmens den Verkauf einstellen. Zum Wochenbeginn sollen die verbliebenen Produkte regelrecht verramscht werden.
Kurz vor der Schließung der Filialen bietet die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker ihre Restposten zum Ramschpreis an. Ab dem (morgigen) Montag gewährt das Unternehmen 90 Prozent Rabatt auf sein Sortiment, wie es am Sonntag mitteilte. Bislang waren es im Rahmen des Ausverkaufs 50 bis 70 Prozent gewesen.
Schlecker kündigte an, dass die bundesweit rund 2800 Filialen am Mittwoch um 15 Uhr für immer geschlossen werden. Sollten einzelne Märkte schon vorab ausverkauft sein, könnten diese auch vorher schließen. Voraussichtlich Ende des Monats sollen die mehr als 13.000 Mitarbeiter, vorwiegend Frauen, gekündigt werden. (dapd)

08:34
Ach du mein Gott. Niemand redet Schlecker hier schön. Nur die Bedingungen sind in den anderen Unternehmen nicht anders. Und nur darum hatte Schlecker keine Chance auf dem Markt zu überleben. Oder glaubst du das die Bedingungen bei Rossmann besser sind? Der Arbeitet nur mit Zeitarbeitsfirmen. Nur mal so zur Info.
01:27
Ich habe folgendes mal aus der Wirtschaftwoche kopiert, für alle die, die vergessen haben, das Herr Schlecker und Frau vorbestraft sind, soviel zum Thema, die waren ja sooo fürsorglich zu ihrem Personal!!!
Der schlechte Ruf
Als wären die betriebswirtschaftlichen Sorgen nicht genug, hat das Unternehmen noch ein ganz anderes Problem: Anton Schlecker hat einen schlechten Ruf. 1993 schießt ein Mann auf eine Schlecker-Kassiererin in Köln. Sie verblutet. Sie konnte keine Hilfe rufen. Es gab kein Telefon. Schlecker wollte keine Telefone in seinen Filialen - aus Kostengründen.Fünf Jahre später werden Schlecker und seine Frau zu einer Millionenstrafe und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Weil sie vortäuschten, ihre Mitarbeiter nach Tarif zu bezahlen, sind Anton und Christa Schlecker vorbestraft.
Überhaupt, die Mitarbeiter. Christa Schlecker hielt ihre Angestellten für faul, Anton hielt sie für gierig. Schlecker lässt die Mitarbeiter bespitzeln usw,
Als ich in den frühen 90ern noch in München lebte, erzählte mir eine Schlecker-Mitarbeiterin so grauenvolle Dinge über Anton Schlecker dass ich fast zweifelte. U. a. dass Anton Schlecker in München persönlich schwangere Mitarbeiterinnen zu einem Abbruch bewegen wollte. Eine von diesen Mitarbeiterinnen beging später Selbstmord.
Wenn alle Gerüchte um Anton Schlecker halbwegs stimmen (und das glaube ich ungesehen), dann sollten die Behörden diese Familie demontieren bis nur noch das olle Dreirad aus Antons Kindheit übrigbleibt.
Zur Erinnerung: 1995 wurde in Oer-Erkenschwick auch eine Schlecker-Filiale überfallen. Die Mitarbeiterin musste auf der Strasse herumrennen und in einem anderen Laden die Polizei rufen. Danach änderte sich trotzdem nichts in den anderen Schlecker-Filialen, nur die in Oer-Erkenschwick bekamen ein telefon weil die Stadt Schlecker hierzu verpflichtete.
Ich boykottierte Schlecker schon immer. Gut, dass dieser Schuppen zu ist!
23:49
Es ist unglaublich, wie Leute, die anscheinend überhaupt keine Informationen über den Fall Schlecker haben, hier den größten Unsinn von sich geben.
Schlecker hat über Jahre versucht, Stammbelegschaft abzubauen, z.B. betriebsbedingt zu kündigen und dann zu deutlich schlechteren Konditionen wieder einzustellen oder durch Leiharbeiter mit Stundenlöhnen unter 7 € zu ersetzen. Teilweise sind diese Praktiken sogar vom Hauptverband des Einzelhandels scharf kritisiert worden bzw von den zuständigen Gerichten einkassiert worden.
Und hier malen einige das Bild das wohltätigen Unternehmers, der nur durch die Machenschaften der Gewerkschaften in den Ruin getrieben worden ist.
Ich nehme mal zu Gunsten der Kommentatoren totale Uninformiertheit an. Ansonsten wäre es schon unanständig.
23:32
Worin bestand das Versagen Schleckers? Er versorgte auch den ländlichen Raum und beschäftigte fest angestellte, meist ältere Frauen zu Tariflöhnen. Das wird es nicht mehr geben, ver.di sei Dank.
22:20
Klar, selbst wenn Unternehmer versagen, müssen ja irgendwie die "Sozen" Schuld sein.
Und an dem Schietwetter heute natürlcih auch.
21:35
Da haben Ver.di und die SPD mit ihrem Boykottaufruf mal ganze Arbeit geleistet. Glückwunsch :)
BannyMurgsmuelIer | #1
Schämen Sie sich nicht, einen solchen Unsinn zu schreiben?