Amokläufer erschoss acht Menschen : Altenpfleger bezahlte seinen Mut mit dem Tod
Carthage. Dem Todesmut eines Pflegers und eines Polizisten ist es zu verdanken, dass der Amoklauf in einem Altenheim in Carthage (US-Staat North Carolina) nicht noch mehr Opfer gefordert hat.
Als Robert Stewart (45) am Sonntagsmorgen das Heim betrat, wurde er zuerst für einen normalen Besucher gehalten. Doch plötzlich zog der 45-Jährige eine Waffe, rannte wahllos durch die Zimmer und feuerte auf die Patienten. Bei seinem Amoklauf richtete er sieben Senioren im Alter zwischen 78 und 98 Jahren hin - und den 39-jährigen Pfleger Jerry Avant Jr., der sich dem Schützen in den Weg gestellt hatte. Er warf so lange mit Gegenständen nach dem Amokläufer, bis er selbst von Kugeln durchsiebt zusammenbrach.
Patientin Helen Olive (76): „Ich hoerte das ‚Pop, Pop, Pop’ und wusste, jetzt bin ich gleich dran. Ich habe mich im Badezimmer versteckt." Tammy Clark, die ihre an Alzheimer leidende Mutter besuchte, kauerte unter dem Bett im Zimmer daneben: „Ich hörte Schüsse und Schreie. Sie kamen näher. Ich habe gebetet." Ihre Gebete wurden erhört. Denn ehe Stewart ihr Zimmer erreichte, wurde er vom Polizisten Justin Garner gestellt. Der 25-Jährige lieferte sich mit ihm einen Schusswechsel, bei dem der Amokschütze getroffen wurde und seine Pistole fallen ließ. Garner selbst erlitt eine Schusswunde am Bein.
Nun rätselt die Polizei über Stewarts Motiv. Seine Ex-Frau Sue Griffin: „Ich habe ihn seit acht Jahren nicht gesehen. Doch er hat mir vor ein paar Tagen telefonisch eine Nachricht hinterlassen, dass er an Krebs leidet. Dann er hat gesagt; ‚Ich bereite mich darauf vor, bald zu gehen.' Keine Ahnung, was er damit meinte.” Stewart muss sich jetzt wegen achtfachen Mordes vor Gericht verantworten. Ihm droht die Todesstrafe.













