Regio-Vorfall : Behinderte aus Zug geworfen - Bahn weist Vorwürfe zurück

Schwerte. Die Bahn wehrt sich vehement gegen den Vorwurf, ein Schaffner habe eine 21-jährige geistig Behinderte am Montag der Regionalbahn verwiesen. Der betroffene Zug sei lediglich mit einem Lokführer besetzt, erklärte ein Bahn-Sprecher. Auch ein Kontrolleur sei nicht vor Ort.
Die Bahn weist alle Vorwürfe, einer ihrer Mitarbeiter habe eine 21-jährige geistig behinderte Frau am Montag der Regionalbahn verwiesen, weit von sich. „Am Haltepunkt Iserlohn gibt es kein Stationspersonal, die DB-Regio-Züge sind lediglich mit einem Lokführer besetzt”, erklärt Torsten Nehring, Bahn-Sprecher aus Düsseldorf.
Mithin gebe es auch keinen Zugbegleiter, der die Fahrberechtigung der Frau nicht anerkannt haben und sie vor die Tür gesetzt haben könnte. „Es macht mich traurig, dass Menschen, gerade Behinderten, so etwas passiert, aber Personal der Deutschen Bahn ist in keiner Weise involviert”, sagte der Sprecher. Ausschließen könne er auch, dass etwa ein Kontrolleur Sabrina Rösener auf den Bahnsteig geschickt habe: „Da ist keiner, die Station gilt als unbesetzt.” Auch der Lokführer sei nicht tätig geworden: „Er hat niemanden gesehen, ebensowenig ist ihm jemand auf dem Bahnsteig begegnet.”
"Privater Vertragspartner"
Auch mit der vermeintlichen DB-Info habe die Bahn nur mittelbar zu tun. Dort hatte ein Mitarbeiter, berichtete der Vater der 21-Jährigen, die junge Frau mit den Worten, er sei nicht zuständig und sie müsse selbst sehen, wie sie nach Hause kommt, hinauskomplimentiert. „Das ist keine Einrichtung der Deutschen Bahn AG, sondern lediglich ein privater Vertragspartner”, sagte Nehring gegenüber der WR.
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