Theater zwischen den Kulturen
24.01.2010 | 16:14 Uhr 2010-01-24T16:14:00+0100
Werdohl. „Lachen verbindet Kulturen” durften Freitag zahlreiche begeisterte Zuschauer in der Aula der Realschule Werdohl beim Theaterstück „Stefanie integriert die Öztürks” der Lüdenscheider Laienspielgruppe „Halber Apfel” (Ugruna Elma) feststellen.
Als Dankeschön zum Abschluss des Wip el ele-Teilprojektes „Ethnische Ökonomie” vermittelte das Theaterstück des aus der Bergstadt stammenden Deutschtürken Murat Isboga dem Publikum unterhaltsam die alltäglichen Probleme und Schwierigkeiten zwischen Menschen der türkischen und der deutschen Kultur. Im durch Landesmittel finanzierten Wip el ele-Projekt hatte Student Murat Isboga in Werdohl in den zurückliegenden Monaten recht erfolgreich deutsche und türkische Einzelhändler und Unternehmer angesprochen und zusammengebracht.
Diese, ihre Familien, sowie Ratsmitglieder und die Mitarbeiter der städtischen Verwaltung waren Freitag Gäste des Theaterstückes, dessen Inhalt ohne große Schwierigkeiten als Beispiel für die in der Lennestadt vorzufindende Interkulturalität und als Antwort auf die Frage „Warum kommt man sich nicht näher?” angesehen werden kann.
Als roter Faden waren dabei Integration und Dialog in das Stück eingefügt - und vom deutsch/türkischen Ensemble der Laienspielgruppe mit sichtlicher Freude aufgeführt.
Zu Anfang zeigt sich Ali Öztürk sehr resistent in Sachen Integration, aber am Ende des vergnüglichen Theaterabends hält es der türkische Familienvater, der die abschließende „Deutschprüfung” seines Hausgastes, der Abiturientin Stefanie, schließlich mit Bravour besteht, sogar mit Johann Wolfgang von Goethe.
Humorvoll verpackt, geht es in dem von dem Lüdenscheider Murat Isboga geschriebenen Stück doch um ernste Probleme. Es geht um Integration, um gemeinsame Probleme von Deutschen und Türken, um Vorurteile gegenüber der anderen Kultur und gegenseitigen Dialog.

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