Streusalz wird knapp - Vorsicht Straßenglätte
05.01.2010 | 18:06 Uhr 2010-01-05T18:06:00+0100Werdohl. Dem Bauhof geht das Streusalz aus. „Kreise und Kommunen werden nicht mehr beliefert”, teilte Uwe Bettelhäuser am Dienstag mit. Grund ist ein Engpass beim Salzlieferanten, mit dem der Landesbetrieb Straßen.NRW einen Vertrag abgeschlossen hat und der hierüber auch die Städte beliefert.
Weil es derzeit in ganz Deutschland schneit, sei die Nachfrage nach Streusalz für Straßen enorm angestiegen, erläuterte Bauhofmitarbeiter Bettelhäuser. Am Morgen habe der Bauhof noch die vorläufig letzte Lieferung erhalten. Der Vorrat von 40 bis 50 Tonnen Streusalz sei allerdinsg „ein Tropfen auf den heißen Stein bei dem angekündigten Wetter.” Ab Freitag Mittag bis Sonntag Mittag wird von den Meteorologen andauernder Schneefall vorhergesagt.
Nur noch 50 Tonnen auf Lager
Der Bauhof werde ab sofort das Abstreuen von Straßen weiter einschränken müssen. Steigungen haben absolute Priorität, auf flachen Strecken werde nun kaum bis gar nicht mehr gestreut. Es werde außerdem vermehrt Schnee geräumt, auch der Einsatz von Granulat werde beim Bauhof noch überlegt.
„Man muss sich auf andere Straßenverhältnisse einstellen”, warnte Bettelhäuser vor allem Kraftfahrer vor möglicherweise stellenweise glatten Straßen. Es sei nicht abzusehen, wann wieder Streusalz geliefert werden könne. Eine weitere Bestellung hat die Stadt bereits vor acht Tagen abgesetzt. Zwar habe der Landesbetrieb Straßen.NRW zugesagt, den Städten Mehrkosten bei einer eigenen Beschaffung von Salz zu erstatten. Der Haken ist nur, dass zurzeit nirgends an den begehrten Eisschmelzer zu gelangen ist.
