Gospel gewürzt mit Rap-Einlagen
27.09.2009 | 19:44 Uhr 2009-09-27T19:44:00+0200
Wahre Begeisterungsstürme löste die 3. Gospelnacht beim Publikum im gut gefüllten Festsaal Riesei aus. Um 18 Uhr ging es am Samstagabend mit „Voices for Christ” direkt richtig flott los.
Die Sängerinnen und Sänger des seit vielen Jahren etablierten Gospel-Chores wollten die Botschaft von Jesus auf ihre Art mitteilen: mit Musik.
Und mit ihrer Art trafen sie auch genau den Nerv des Publikums, das sich direkt von der Freude der Musiker auf der Bühne anstecken ließ. Das Repertoire des Chores reichte von poppigen Stücken über Gospel bis hin zu Balladen, teilweise als Solo mit Bandbegleitung vorgetragen.
„Vielseitigkeit, Dynamik und Ausstrahlung” – so beschreiben sich „Voices for Christ” selber. Und damit liegen sie genau richtig – das Werdohler Publikum konnte sich von dem Schwung überzeugen, den die 25 Musiker rüberbrachten.
Nicht minder dynamisch ging es mit der Band „What else?!” aus dem Ruhrgebiet weiter. Druckvoller Gesang und ein perfektes Zusammenspiel zeichnen die Sängerinnen Kathi Arndt, Frauke Seyda und Eva-Marie Strack aus.
Begleitet von den Pianisten Volker Müsch und Rainer Seyda zeigen sie auch in Werdohl ein poppiges Programm, das einen bunten Farbklecks in die Gospelnacht brachte und die vielen Gospelfans für das bevorstehende Finale anheizte.
Gegen 20.30 Uhr war es dann soweit. Nach einer kurzen Pause betrat der Top-Act die Bühne. Weiß gekleidete Sängerinnen und Sänger - die Reihe nahm gar kein Ende - strömten auf die Bühne und formierten sich. Der Gospel-Chor „Shirchadasj” aus den Niederlanden hatte bereits bei den beiden Gospelnächten zuvor mitgewirkt und die Anfrage zur dritten Veranstaltung kam von den Musikern selber, die am Samstagabend wieder ein Feuerwerk an Freude zündeten, als sie ihr neues Programm „Together” vorstellten, mit dem sie an einsame Kinder erinnern wollen.
Viele Soli und Duette, begleitet von dem großen Chor bewegten die Menge. Tanz, Mime und Rap-Einlagen würzten den Auftritt.
Unterschiedliche Stilrichtungen
Ruhige Balladen und flotte Stücke - die gut zweistündige Vorstellung steigerte sich an Tempo immer mehr und die Musiker lebten einfach ihre Musik, anders lässt sich die Freude wohl nicht beschreiben mit der der Chor seine christlichen Texte, die von der Liebe zu Gott handeln, in englischer Sprache mitteilte. „Shirchadasj” – „Ein neues Lied”, wie es im Hebräischen heißt.
Und es war in der Tat abwechslungsreich, wie die Niederländer in unterschiedlichsten Stilrichtungen ihre Botschaft weitergegeben haben. Begleitet von der fast professionellen Zehnköpfigen Band im Hintergrund steigerten sich die Sänger zu einem Finale, das niemanden mehr auf den Plätzen hielt. Der Funke war schon bald übergesprungen und der Festsaal wurde seinem Namen gerecht.
„Einfach nur geil”, hieß es hinterher aus dem restlosbegeisterten Publikum, das wohl auch bei der vierten Auflage wieder in Scharen kommen wird.

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