Internetseite vom NRW-Umweltministerium zeigt Lärmquellen
15.02.2013 | 17:28 Uhr 2013-02-15T17:28:00+0100
Vest. Das NRW-Umweltministerium entlarvt mit einer Internetseite den Lärm, der die Menschen in NRW um den Schlaf bringt, beispielsweise im Vest. Die Seite gibt auch Informationen darüber, welche Fördermittel Lärmgestresste beantragen können und wer bei der Lärmminderung aktiv werden muss.
Dass Lärm krank machen kann, ist hinlänglich bewiesen. Dass Lärm auch bunt sein kann, zeigt eine Internetseite des NRW-Umweltministeriums. Auf ihrer Seite wird aufgezeigt, in welchen Mengen Straßen-, Bahn- und Schienenverkehr sowie Industrieflächen Lärm emittieren – sowohl der durchschnittliche 24-Stunden- als auch getrennt Nachtlärm, der Bewohner den Schlaf rauben kann. Zudem werden dort Informationen vorgestellt, welche Fördermittel Lärmgestresste beantragen können und welche Gesetze festlegen, was Umgebungslärm ist und wer welche Maßnahmen zur Minderung ergreifen kann.
Sehr gut grafisch umgesetzt ist mittlerweile die Beeinträchtigung durch den Straßenverkehr, dieser ist großräumig in die Umgebungslärmübersicht eingepflegt. Keine Überraschung dürfte es sein, dass die Autobahnen A 2, A 43 und A 52 die lärmträchtigsten Gebiete sind, die durch das Vest führen. Und selbstverständlich sind auch die Ein- und Ausfallstraßen in die Städte beziehungsweise die Straßen zu den Autobahnzubringern deutlich lauter. Im Schnitt liegen die Lärmwerte in der Nacht an diesen Straßen bei 65 bis 70 Dezibel. Im 24-Stunden-Mittel sind es sogar mehr als 75 Dezibel.
Eisenbahn mit eigener Seite
Auch das Eisenbahnbundesamt hat eine eigene Seite, auf der die Lärmbelastung zu erkennen ist. Allerdings wird dort nicht die Lautstärke aufgezeigt, sondern es sind nur die Bereiche entlang der Eisenbahntrassen gekennzeichnet, wo Anwohner es durch die Schienenfahrzeuge mit Beeinträchtigungen zu tun bekommen.
Sinnvoll sind diese beiden Kartierungen sicherlich für Bürger, die ein neues Domizil suchen oder bauen wollen, um unter anderem Lärmquellen auszuschließen, die krank machen können. Allerdings ist die Seite noch nicht vollständig: Es sind noch nicht sämtliche städtischen Bereiche kartiert, auch mehrere Lärmemissionsquellen in vielen Vest-Städten wurden noch nicht in die Datenbank aufgenommen. So fehlen etwa die Werte für die Bahntrassen – die Deutsche Bahn arbeitet an der Ermittlung der Daten, die Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende 2013 übertragen werden – und für die zahlreichen Industriegebiete im Vest.
Flugplätze sollen auch bald in die Karten
Auch die Belastung, die durch den Flugplatz Loemühle in Marl verursacht wird, ist noch nicht untersucht worden. Diese Faktoren sollen noch in nächster Zeit in die Umgebungslärm-Kartierung eingepflegt werden.

08:34
Dann bin ich ja froh, dass ich meinen Beitrag "A42: Bunt macht krank" schon am 06.02.2013 im Lokalkompass veröffentlicht habe ;-).
http://www.lokalkompass.de/essen-nord/politik/a42-bunt-macht-krank-d260008.html
02:06
Tja , und dann zieht man in eine ruhige Gegend - und muss feststellen ,dass man die Wohnung unter oder neben einer Herde Trampeltieren und Brüllaffen erwischt hat ... Wie mans macht ,man kann fast nur verlieren ;-)
13:16
Was nützt die beste Lärmkarte, wenn in Essen z.B. die Abteistr. aufgerufen wird und folgender Text kommt:
Lärmkarte liegt noch nicht vor.
Die Lärmkarte "Straße 24h-Pegel" liegt noch nicht vor. Auskunft zum Stand der Bearbeitung erhalten Sie bei Ihrer Kommune (Essen).
Dies ist aber nicht nur heute so, sondern schon seit Monaten.
Da fragt sich der Bürger warum wohl?
Ja, die Karte hat ja mehr weiße Flecken, als zum Zeiten des kalten Krieges!
Ich nutze für unsere Beiträge auf Lokalkompass.de (http://www.lokalkompass.de/gruppen/anwohner-fuer-mehr-laermschutz-an-der-a42-550.html) die Lärmkartierung der Stadt Essen (http://www.essen.de/de/Leben/umwelt/Laerm/Laerm_Kartierung.html; oder direkt http://gdi.essen.de/website/59_laerm/viewer.htm).