Zurbrüggen-Erweiterung läuft an
15.09.2009 | 16:21 Uhr 2009-09-15T16:21:00+0200Ob es einen neuen Supermarkt auf dem ehemaligen Sportplatz an der Palaiseaustraße geben wird, überdenkt die Bauverwaltung noch. Eigentlich stand der Bebauungsplan gestern auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, aber das Thema wurde gestrichen.
Dafür hat die Stadt nun Planungssicherheit hinsichtlich einer Erweiterung des Möbelhauses Zurbrüggen. Das ist das Ergebnis eines Gespräches des Technischen Beigeordneten Ralf Kampmann bei der Bezirksregierung in Arnsberg.
Weil der kleine Supermarkt an der Berliner Allee sich auf 500 Quadratmeter vergrößert hat, überlegt die Verwaltung, ob es sinnvoll ist, weiteren Einzelhandel in dem Quartier zuzulassen. „Machen wir den Wettbewerb dort unten auf oder nicht. Darüber sind wir uns noch nicht im Klaren”, so Kampmann.
Kompliziertes
Planungsrecht
Zöge eine Handelskette auf dem alten Sportplatz einen Markt hoch, dürfte das mittelfristig das Ende des kleinen Nahversorgers sein. Für den macht sich allerdings die Interessengemeinschaft Berliner Allee stark. Sie fürchtet um ihre komplette Passage unterhalb der Hochhäuser, wenn sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein Supermarkt breit macht.
Komplizierte planungsrechtliche Hürden galt es in Arnsberg aus dem Weg zu räumen. Wenn Zurbrüggen von 40 000 auf 60 000 Quadratmeter erweitern sollte, muss zwingend der Regionalplan angepasst werden. Ausgewiesen ist das Gebiet an der Feldstraß als Industrie- und Gewerbegebiet. Und nach den aktuellen Vorschriften ist dort kein Einzelhandel zulässig. Nur mit Zurbrüggen und dem Praktiker Baumarkt ist dort sogar großflächiger Einzlhandel vorhanden. „Die genießen Bestandsschutz”, so Ralf Kampmann. Das Regierungspräsidium habe signalisiert, dass der Regionalplan entsprechend angepasst werden wird. Das muss aber die Regionalversammlung des Regionalverbandes Ruhr beschließen. Das Thema Zurbrüggen wird allerdings nicht vor Mai auf der Tagesordnung stehen. „Bis dahin werden wir schon einmal den Bebauungsplan ausarbeiten”, sagt Ralf Kampmann. Und in dem sollen auch die Bedenken der Nachbarkommunen hinsichtlich einer Aufstockung von Zurbrüggen ausgeräumt werden.
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