Zahl der Unfälle leicht gesunken
08.02.2010 | 15:35 Uhr 2010-02-08T15:35:00+0100
Kreis Unna. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahre im Kreis Unna (ohne Lünen) leicht gesunken.
8 087 Mal krachte es im Bereich der Unnaer Polizei im abgelaufenen Jahr. Im Jahr 2008 registrierte die Polizei zwischen Werne und Schwerte 8 095 Unfälle. Das teilte die Behörde am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz mit.
Bei den Verkehrsunfälle wurden 1 193 Menschen verletzt. Vor zwei Jahren verzeichnete die Statistik noch 1 230 verletzte Personen. Vier Menschen starben auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Unna. Das ist ein historischer Tiefstand. 2008 verloren elf Menschen auf Grund eines Verkehrsunfalls ihr Leben. Unter den Verkehrstoten sei kein Kind oder Jugendlicher zu beklagen gewesen.
„Wir konnten mit 1 193 Verletzten den zweitbesten Wert seit 1998 erreichen und mit vier Verkehrstoten ein seit 1998 noch nicht erreichten Tiefstand erzielen. Sicherlich immer noch zu viel und damit noch lange nicht zufrieden stellend. Durch unsere Arbeit konnten wir allerdings einen entscheidenden Beitrag leisten und haben eine Vielzahl von Menschen vor persönlichem Leid bewahren können”, sagte Landrat und Polizeichef Michael Makiolla.
Angestiegen ist allerdings die Zahl der verunglückten Mitfahrer. Sie stieg von 164 auf 175 Personen. Erheblich gestiegen ist die Zahl der verunglückten Kinder in Selm. Waren es vor zwei Jahren noch fün Kinder, so stieg die Zahl 2009 auf 18 Kinder, die bei einem Verkehrsunfall zu Schaden kamen. „Die Zahlen müssen wir noch analysieren. Einen Grund für den Anstieg können wir noch nicht benennen”, sagt Klaus Püngel, zuständig für den Verkehrsdienst bei der Unnaer Polizei.
„Wir werden unsere erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit fortsetzen, jeden Verkehrsverstoß verfolgen, Beratung und Hilfe anbieten und im Rahmen unserer Beteiligung an der Unfallkommission weiterhin an der Optimierung des Verkehrsraumes mitwirken. Nirgendwo im Ruhrgebiet ist die Wahrscheinlichkeit in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden geringer als im Kreis Unna”, sagte Landrat Makiolla nicht ohne Stolz.
Was die Polizei gestern allerdings nicht mitteilen konnte, waren die Unfallschwerpunkte im Kreis Unna. Das müsse noch ausgewertet werden, hieß es gestern Morgen.
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