Unterschriftenaktion für einen Rio-Reiser-Platz geplant
17.02.2010 | 18:44 Uhr 2010-02-17T18:44:00+0100Unna. Von einem Ausschuss in den nächsten: Die Namensgebung des Platzes zwischen Lindenbrauerei und Flaschenkeller ist jetzt Sache des Kulturausschusses.
Eigentlich sollte darüber am Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung entschieden werden.
Der Vorschlag des Kulturvereins Lindenbrauerei, den Platz nach dem verstorbenen Sänger Rio Reiser zu benennen, dürfte keine Mehrheit finden. Die mit Vorschlagsrecht ausgestattete Ortsvorsteherin Oberstadt, Ingrid Kroll (SPD), kann sich mit einem Rio-Reiser-Platz nicht abfinden.
Die CDU fordert einen Namensbezug zum Lichtkunstzentrum. Auf dem Platz steht nämlich ein Objekt des Lichtkunstzentrums: die Camera Obscura des amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell.
Und die FDP geht gleich an die Wurzeln des elektrischen Lichts: Sie schlägt als Namenspatron den Amerikaner Thomas Alva Edison vor. Der hat bekanntlich die Glühbirne erfunden.
Trotz offensichtlich fehlender Mehrheit will Regina Ranft, Geschäftsführerin des Kulturvereins Lindenbrauerei, ein Abbügeln Reisers nicht hinnehmen. „Rio Reiser hat die Unnaer Kulturszene beeinflusst”, sagt sie. Zusammen mit Bruder Peter Möbius habe er einige Dinge in Sachen Musik und Theater in der Stadt auf die Beine gestellt. Da Reiser ein typischer Vertreter der Soziokultur gewesen sei und auf der Platz hinter der Brauerei Soziokultur präsentiert werden soll, sei der verstorbene Künstler der ideale Namensgeber. „Ich werde für den Namen Rio-Reiser-Platz eine Unterschriftenaktion starten”, kündigte Regina Ranft an. Zudem will sie sich prominente Unterstützer ins Boot holen. Zum Beispiel die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth. Sie managte in den 80er Jahren Reisers Band Ton, Steine, Scherben. Eine entsprechende E-Mail soll auch an Sänger Herbert Grönemeyer herausgehen. „Wie ich weiß, hat er Rio Reiser sehr bewundert.”
09:39
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19:44
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09:53
Thomas Alva Edison hat die GLÜHLAMPEN erfunden! Mit Obst hatte Thomas Alva Edison nicht zu tun.
08:21
grüner platz ist gut, schon als arbeitstitel in der bisherigen bauphase im sprachgebrauch ...
!und: bietet raum für selbstironie
@g.b. wünsche viel spaß, guido w. in unnas fußgängerzone zu stellen, zahlreiche spätrömer werden ihn sicher herzlich begrüßen...
22:04
Hausbesetzer, Steinewerfer etc. sind natürlich für ihr Engagement gegen den Rechtsstaat sehr bewunderswert /ironie_off ...
Wünsche schonmal viel Spaß bei der Unterschriftenaktion. Wenn nämlich Claudia Roth in Unnas Fußgängerzone steht, macht die Mehrheit der Unnaer Einwohner schonmal einen großen Bogen um sie.
21:02
Wer will denn Frau Roth unterstützen ???
19:45
also dann könnte man es doch auch beim bisher genutzen Namen belassen...Grüner Platz ....passt doch und das unterstützt Frau Roth erst recht
19:39
Frau Roth als Unterstützerin ??? Wie schräg ist das denn ?