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Taubenschlag steht Jugendlichen offen

15.04.2008 | 19:49 Uhr

Sascha Mares (17) ist voll des Lobes über den „Taubenschlag”, das evangelische Jugendzentrum der Königsborner Paul-Gerhardt-Gemeinde.

Dort kickert er und dort führt er vertrauensvolle Gespräche. Sein Gesprächspartner: Andreas Voss (29), seit Oktober neuer Jugendreferent der Gemeinde.

Sascha hält ebenso wie seine Kumpel Marcel und Sven den Neuen auch für den Richtigen in der Jugendarbeit. Nach dem Weggang von Dietrich Schneider, dem vergangenen Sommer die gesamte „Offene Ganztag”-Arbeit des Kirchenkreises anvertraut wurde, gab es eine große Lücke. Das fehlende Theologie-Studium (Schneider ist ausgebildeter Diakon) macht Andreas Voss mit eigenen Schwerpunkten wett. Die beginnen mit der richtigen Ansprache an die Taubenschlag-Nutzer.

Im Februar wagte Andreas Voss etwas Neues: in einer Berufsbörse stellten sich zehn Ausbildungslehrgänge von der Krankenpflege über die Feuerwehr bis zu Metallberufen im Taubenschlag vor. Im Herbst soll bereits die Neuauflage der Börse starten. Zur benachbarte Grillo-Grundschule hält Voss engen Kontakt und bietet im Rahmen der OGGS, die der Kirchenkreis trägt, Arbeitsgemeinschaften in Schach und Holzbearbeitung an. Und mit dem „Offenen Ohr”, der neuen Beratungsstunde vor den Jugendcafe´s (Di und Do 17 bis 21 Uhr), wird ein Baustein des vom angrenzenden Kindergarten „KinderArche” angestrebten neuen „Familienzentrums” vorbereitet.  Rüdiger Pagenstecher, der Gemeindepfarrer, ist hochzufrieden mit seinem Neuen.

Andreas Voss machte 1998 an der Peter-Weiss-Gesamtschule in Unna sein Abitur. Über Zivi- und Ausbildungszeit bei den Maltesern in Schwerte, Pädagogik-Studium an der KfH Münster gelangte er 2006 an die Agentur für Arbeit in Coesfeld als Reha-Vermittler. 

Mit seinem Hobby, dem (Renn-)Radfahren, verbindet Andreas Voss ein interessantes Sommerferien-Angebot für 12- bis 17-Jährige: eine Radtour am Dortmund-Ems-Kanal entlang Richtung Nordsee, danach einwöchiges Jugendcamp auf Norderney (299 Euro, noch einige Plätze frei). Derzeit läuft ein größeres Projekt im Hause an: die Räume der oberen Etage werden in Eigenarbeit renoviert. Die „Stiftung der Familie Schabsky”, die einst in Königsborn eine Schuhfabrik betrieb, hat dafür den finanziellen Grundstock gelegt.

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