Immer mehr junge Menschen obdachlos
04.05.2010 | 17:58 Uhr 2010-05-04T17:58:00+0200
Unna. Immer mehr junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren gleiten in die Obdachlosigkeit ab.
Diese besorgniserregende Entwicklung zeichnet die Wohnungslosenhilfe der Caritas auf. Von den insgesamt 314 Klienten aus dem Kreis Unna, die 2009 die Hilfe der Wohlfahrtsorganisation in Anspruch genommen haben, stammen 91 aus oben genannter Altersgruppe.
Gründe seien oft ein völlig zerrüttetes Elternhaus, gepaart mit fehlendem Schulabschluss, die berufliche Perspektivlosigkeit nach sich ziehe.
Und dann gibt es noch eine eklatante Regelungslücke in der Sozialgesetzgebung. „Wenn sich unter 25-Jährige nicht an Auflagen der Arge halten, kann das dazu führen, dass die Arge nicht mehr die Kosten der Unterkunft zahlt. Auch nicht die für unsere Übernachtungsstelle”, berichtet Roland Löhr. Die Stadt Unna sprang kurzfristig ein, sonst hätten Jugendliche in dem strengen Winter draußen übernachten müssen.
Ein Riesenproblem sei es für die Wohnungslosenhilfe, Kleinwohnungen für ihre „Kunden” in Unna zu finden. „Es gibt zu wenige Wohnungen, die zwischen 40 und 50 Quadratmeter groß sind”, sagt Caritas-Abteilungsleiter Ralf Plogmann. In Lünen oder Bergkamen sei das Angebot Segment deutlich besser.
Sorgen macht den Verantwortlichen der Caritas die hohe Zahl der Besucher ihre Übernachtungsstelle in der Zechenstraße. Im vergangenen Jahr zählten sie 2 383 Übernachtungen. Im Jahr davor waren es 950 Übernachtungen. „Wir haben immer mehr Dauergäste”, sagt Christoph Janiak. Das bedrückende Fazit der Caritas. Die, die heutzutage in die Armut abrutschten, von denen blieben es 95 Prozent ihr Leben lang.
16:24
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07:05
Da frage ich mich auch, warum Kinder vom Elternhaus nicht vorgelebt bekommen, dass man für sein tägliches Auskommen ARBEITEN muss. Schulabschluss und Berufsausbildung waeren da gewuenscht. Warum soll ein junger Erwachsener von Steuergeldern finanziert werden, weil er keine Lust hat für 8 € die Stun´de zu arbeten und vor 10:00 aufzustehen?? Mit Mitte zwanzig sollte doch bei jedem der Groschen gefallen sein. Wenn ich gross bin werde ich Hartz iV, so wie meine Eltern.... das ist der Skandal, einer, den wir uns nicht mehr viele Jahre leisten können.
20:26
Da frage ich mich, warum die Jugendlichen nicht bei ihren Eltern wohnen, wenn sie noch nicht ihr eigenes Leben finanzieren können.
Da können sie dann auch noch soziale Kompetenzen lernen, indem sie sich in die Familie integrieren und Konflikte lernen zu lösen....
Was ist eigentlich in der Gesellschaft los ?
18:31
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09:03
Einen alten Skandal in der Jugendhilfe immer wieder zu beschreiben, wirkt wenig. Aber damit aufzuhören, wäre ein noch größerer Fehler. Solange die mitverantwortlichen Politiker über Gerechtigkeit reden und dabei Mißstände stabilisieren, dürfen oder sollen die Betroffenen das wohl auch. Warum die Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit nicht umgesetzt werden ? Die Bereitschaft aller Beteiligten an gesellschaftlicher Entwicklung ist noch weit davon entfernt, aus ihrem Gewinndenken ein Gesetz zur Grundabsicherung des Einzelnen zu realisieren.
01:15
Ein Skandal ist das. Dieses Land sollte sich SCHÄMEN, dass das hier möglich ist und durch die Hartz-Gesetze offenbar so gewollt ist. Es ist genug Geld da, für Banken und Kriege in aller Welt. So treibt man junge Menschen wissentlich in Obdachlosigkeit, Elend, Hunger, Krankheit, Perspektivlosigkeit - und einen frühen Tod. Die Cleveren von ihnen werden vielleicht kriminell. Wer wollte es ihnen verübeln? Weit hast Du es gebracht, Deutschland! ich könnte kotzen. Das Gelaber von der Bildungsrepublik und dem demographischen Wandel könnt Ihr Euch wohin stecken, solange nur ein junger Mensch derart fallengelassen wird.