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City-Werbering

Händler-Streit um Verkauf am Sonntag

03.12.2009 | 05:00 Uhr

Unna. Drei Wochen vor dem Fest der Liebe liegen sich die Mitglieder des City-Werberings (CWU) in den Haaren.

Es geht um den verkaufsoffenen Sonntag am 27. Dezember. Der wurde zwar am 16. November vom City-Werbering im Rathaus beantragt, viele Mitglieder sind mit dieser Initiative aber alles andere als glücklich.

Anfang der Woche gab es eine außerordentliche CWU-Vorstandssitzung zum Thema. Vorausgegangen war ein eifriger E-Mail-Verkehr unter den Händlern. Befürworter und Gegner tauschten ihre Argumente aus. In der außerordentlichen Vorstandsrunde diese Woche wurde es dann richtig laut. Was einigen Händlern besonders übel aufstieß: Am 16. November wurde der Verkaufssonntag im Rathaus beantragt, ohne dass der komplette Vorstand informiert war: „Scheinbar werden hier Beschlüsse in Hinterzimmer und unter Ausschluss des gesamten Vorstandes gefasst”, schrieb ein Vorstandsmitglied erbost. Sowieso: Wieso denn ausgerechnet nach der stressigen Vorweihnachtszeit nicht einmal ein Tag zum Luftholen bleiben könne, argumentierten die Gegner. Bevor das Geld am Montag nach Dortmund getragen werde, solle es lieber am Sonntag den Unnaer Händlern zugute kommen, konterten die Befürworter.

Im Vorfeld der Vorstandssitzung gifteten sich die Händler regelrecht an und warfen sich ihre Branchen vor. Zum Verkaufssonntag meldeten sich nämlich auch die Werbering-Mitglieder zu Wort, die entweder sowieso am Sonntag geöffnet haben oder im klassischen Sinn mit dem Einzelhandel gar nichts zu tun haben.

Auch wenn nach außen hin Harmonie verkauft wird, kündigten bereits einige Innenstadt-Händler an, ihr Geschäft am 27. Dezember nicht öffnen zu wollen. Die meisten Händler und auch die größten Geschäfte wollen aber am 27. Dezember ihr Geschäft öffnen. Dass der Rat am 17. Dezember den Verkaufssonntag genehmigt, dürfte vor allem das Möbelhaus Zurbrüggen freuen, dass bereits Einladungen für den Verkaufstag an die Stammkunden verschickt hat. Ohne den vom CWU initiierten Verkaufssonntag hätte Zurbrüggen vermutlich eine Strafe für die Sonderöffnung bezahlen müssen, jetzt gibt es den Segen.

Lars Reckermann

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