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Retter wollen ihre Arbeit fortsetzen

20.08.2007 | 00:32 Uhr

Amecke. "Es ist eine Katastrophe!" - Fassunglos steht Anne Feldmann, nordrhein-westfälische Landespräsidentin der DLRG, vor den Überresten der Wachstation der DLRG-Ortsgruppe Amecke. Die Station war in der vergangenen Woche völlig ausgebrannt (WR berichte

Auch bei den Aktiven der Amecker DLRG sitzt der Schock noch tief. Vorsitzender Arnold Winkelmeier versteht die Welt nicht mehr. "Warum?", fragt er sich. Und genau wie Timo Schulte, Michael und Markus Fenne und Marlen Liste hat er auf diese Frage keine Antwort gefunden.

Hilfe leisten und Leben retten - das sind die Ziele der Ehrenamtlichen der DLRG. Mit der Brandstiftung in der vergangenen Woche wurde ihnen dafür aber die Grundlage genommen. Mit der Wachstation verbrannte die Ausrüstung der Ortsgruppe, das Motorboot - und jede Menge Erinnerungen. "So etwas habe ich noch niemals zuvor erlebt", ist Bezirksgeschäftsführer Gerd Korditzke geschockt.

Auf 60 000 Euro schätzen die DLRGler den Gesamtschaden. Wieviel Geld letztlich aber tatsächlich für den Neuanfang zur Verfügung stehen wird, entscheidet die Versicherung. Vieles gibt es bis dahin zu tun. Die Ruine der 1966 erbauten Station muss abgerissen werden, auf Grund des verbrannten Materialmixes muss eine gründliche Reinigung des Grundstücks erfolgen und erst am Ende steht der Bau einer neuen Wachstation.

Bis dahin geht die Arbeit der DLRG am Sorpe-Vorbecken - entegen der Schlagzeile einer großen deutschen Boulevardzeitung - aber wie gewohnt weiter. Die befreundeten Ortsgruppen aus Arnsberg, Sundern und Langscheid boten bereits ihre Hilfe an. Auch Anne Feldmann versprach größtmögliche Unterstützung von Seiten des Landesverbandes. Einzig die Stadtverwaltung Sundern bot weder Unterstützung an noch gab es eine Reaktion auf die Katastrophennacht, merkte die DLRG Amecke kritisch an. "Von dieser Seite haben wir bisher nichts gehört", so Arnold Winkelmeier.

Ein Dank ging dagegen an den Landesverband. Umgehend habe sich Anne Feldmann bei den Ameckern gemeldet, der Ortstermin ist für die DLRG-Landespräsidentin selbstverständlich: "Ich will nicht nur zum Feiern hierher kommen." Hilfe leisten können auch alle Sunderner. Hierfür könnnen Spenden auf das Konto der DLRG eingezahlt werden. Bei der Volksbank Sundern, Konto 1300 23 98 00.

Von Stefan Lange

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