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Es gibt Alternativen zum Uferrandweg

12.06.2007 | 11:45 Uhr

Langscheid. (me) In einer diskussionsreichen Bürgerversammlung hat die Stadt Sundern ihre Pläne für die Umgestaltung der "Sorpepromenade" in Langscheid vorgestellt. Der Rat will in seiner morgigen Sitzung die Planungsarbeiten vergeben.

Gegen die Pläne regt sich in Langscheid Widerstand. Zwei kritische Zuschriften hat die Westfälische Rundschau gestern erhalten.

Der Vorsitzende des Yachtclubs Sorpesee, Klaus-Michael Volmert, appelliert im Namen der 360 Mitglieder an den Bürgermeister und die Ratsmitglieder "eindringlich" über den Uferrandweg noch einmal zu sprechen, "bevor eine bürgerunfreundliche und falsche Planung in Auftrag gegeben wird".

Seine Begründung: "Wegen der Krananlagen müssten die Spaziergänger über den Hof, unter der Terrasse hindurch und am Jugendsteg vorbei über das Clubgelände des Yachtclubs in die Bucht und dann weiter in den unteren Kurpark geführt werden.

Wegen der Verkehrsicherungpflicht im Bereich der Krananlage einerseits und den hohen Kosten für die Abstützung des Weges im steilen Ufer andererseits, bitten wir Sie dringlich, Ihren Einfluss im Sinne eines Langscheider Sportvereins geltend zu machen und dieses neue Planungselement zu stoppen.

Es kann doch nicht richtig sein, dass der Geh- und Radweg rund um die Sorpe mit 2,5 m Breite gebaut wurde und ausgerechnet in dem Bereich zwischen Spielschiff und Yachtclub/Sorpegarten ein Engpass mit 0,9 m bestehen bleibt, der ein Passieren von Radlern und Fußgängern fast unmöglich macht."

Eine Lösung hat der Clubvorsitzende auch: "Wir schlagen vor, den bestehenden und verwahrlosten Uferrandweg zwischen der Jugendherberge und dem Spielschiff bis in den Scheitelpunkt der Bucht, wo das Gelände noch nicht so steil ist, zu bauen und dann an die geplante Aussichtskanzel anzuschließen.

Dann bliebe das Vereinsleben erhalten und die Besucher hätten einen zweiten Abschnitt - neben dem ,Sorpepark' - wo sie das Wasser und den Wassersport ganz nah erleben können."

Behinderungen des Wassersportbetriebs mit Jugendförderung und zahlreichen Regatten befürchtet Jochen Vielhaber, wenn der geplante Weg über die Gelände der Segelclubs führt - neben dem Yachtclub der Segel- und Kanuclub Hemer und der Landessportbund.

Vielhaber führt unter anderem aus: "Zwei dieser Clubs verfügen über eine Krananlage, über welche größere Schiffe im Frühjahr zu Wasser und im Herbst wieder aus dem Wasser geholt werden. Diese Anlagen werden auch bei Regatten sowie von vielen anderen Seglern vom Sorpesee genutzt. Wo soll dann der Weg herführen ohne die Passanten zu gefährden? Wie sollte die Verkehrssicherungspflicht aussehen und wer übernimmt die Kosten?"

Der Langscheider bezweifelt außerdem die Attraktivität des Weges an der vorgesehenen Stelle: "Ein Uferrandweg, ein Weg also direkt am Wasser, wie der Name schon sagt; aber nur wenn der See bis zum Rand gefüllt ist. Dies ist aber ab den Sommermonaten nicht mehr die Regel. Der Anblick bei niedrigem Wasserstand gleicht dann eher dem Blick in einen Steinbruch, denn gerade in diesem Bereich fällt das Seeufer extrem steil ab."

Seine Alternative: "Eine Verbreiterung des kombinierten Rad-Fußweges auf bisheriger Höhe in der Bucht. Mittig in der Bucht zwischen Kurpark und Yachtclub, eventuell mit Aussichtsplattform, hat es mit Sicherheit einen wesentlich lohnenderen Ausblick als tief unten in der Bucht. Die Verbreiterung würde auch das Problem der Verkehrsenge auf dem Rad- Fußweg lösen, denn bisher können sich hier noch nicht einmal zwei Fahrräder begegnen. Die Weiterführung des Weges oberhalb der Vereine unter dem schattenspendenen alten Baumbestand, bietet eine entspannte Fortfühung des Weges."



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