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Bei „Marie“ rasten sowieso alle aus

13.06.2012 | 23:28 Uhr
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Bei „Marie“ rasten sowieso alle aus
Joachim Deutschland

Langscheid.  Wenn die zweite Auflage der „SorpeRockers“ am ­kommenden Samstag über die (See)Bühne geht, präsentiert sich mit Joachim Deutschland ein Sänger, der in seiner Karriere schon ­jede Menge Höhen und Tiefen durchlebt hat.

Ein Exzentriker gibt sich die Ehre: Wenn die zweite Auflage der „SorpeRockers“ am ­kommenden Samstag über die (See)Bühne geht, präsentiert sich mit Joachim Deutschland ein Sänger, der in seiner Karriere schon ­jede Menge Höhen und Tiefen durchlebt hat.

„Deutschland“, der eigentlich Christof Johannes Joachim Faber heißt, spielt eine Mischung aus hartem Bluesrock, Deutschrock und Punk mit deutschen Texten, in denen er Alltagsbeobachtungen und Provokationen verarbeitet, vor allem rund ums Thema Liebe.

Sein Song „Marie“ ist bis heute Kult, obwohl er damit beim Eurovision-Song-Contest 2003 durchfiel. Als Basketball-Profi in den Staaten und als Soldat bei der US-Army scheiterte der Deutsch-Amerikaner, 2009 landete er kurzzeitig in der Psychiatrie. Doch seither geht es für den Vater von drei Kindern, der 2011 in der Show „Das Supertalent“ gut ankam, wieder bergauf, sein Konzertkalender ist jedenfalls prall gefüllt.

Doch das kleine, aber feine Festival auf der Sorpepromenade hat noch viel mehr zu bieten:

Vier weitere Bands sorgen am 16. Juni ab den frühen Abendstunden für ein breites Spektrum musikalischer Unterhaltung:

„Red Bricks“, eine Formation aus Bayern, haut frei von Vorgaben rein: Ob Brit Pop, Metal Riffs, Punk oder Off-Beats; für das Quartett rund um Frontsänger Kenta Wohlfahrt gilt „Hauptsache es rockt!“

Seit 2005 auf „Selbstfindungstrip“ sind die „Liquid Glam Rockets“, drei Musiker aus Klagenfurt, die sich mit Alternativerock durch Österreichs Musikszene spielen - mit eingängigen Melodien oder progressiven Elementen.

Zwei heimische Combos runden den Reigen ab: „Bodyslam the Captain“ (Neuenrade) hat sich in der Region bereits einen Namen gemacht, die fünf „sinnlichen Wesen“ beschreiben ihre Intention mit den Worten „Groove, Onkel Bumms und spätpubertäre Romantik - gepaart mit einem saftigen Schlag ­Ahnungslosigkeit - wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat!“

Als Newcomer-Hoffnung präsentieren sich „Nice Crap“. Die Sunderner spielen intelligente, progressiv beeinflusste Musik; eine durchaus eigenständige Mischung mit „Rock, wie er zu klingen hat.“

Beste Voraussetzungen also für eine gelungene Open-Air-Veranstaltung, die natürlich auch ein wenig vom Wetter abhängig ist. Das gibt sich in den vergangenen Tagen eher launisch, vielleicht der Grund dafür, warum der Vorverkauf ein wenig schleppend läuft, wie Organisatorin Ann-Careen Hofmann von der Sorpesee GmbH vermutet. Doch bleibt es einigermaßen ­trocken, sollte das Motto der ­„Hosen“ gelten: „An Tagen wie ­diesen - ist kein Ende in Sicht...“

Von Torsten Koch

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