Schüler erkunden das Profil von Hoesch
06.05.2008 | 15:50 Uhr 2008-05-06T15:50:00+0200Schwerte. (TK) "Welche Mengen die an Stahl bestellen, hätte ich mir nicht vorstellen können", wunderte sich die 14-jährige Alina. ...
... "Tausende von Tonnen!" Wie teuer es die Firma zu stehen kommt, wenn mal eine Anlage für eine Stunde ausfällt, mochte Kathleen kaum glauben. Über die Summe möchte sie öffentlich gar nicht reden. Die beiden Mädchen gehörten zu der Schülerschar, die gestern das Hoesch-Profilwerk erkundete und "etwas fürs Leben lernte". Es war die Klasse 8 a der Realschule am Stadtpark, die sich zur Betriebserkundung aufgemacht hatte. Die Firma liegt direkt vor der eigenen Schultür. Die Welt, die sich hinter den Hoesch-Mauern verbirgt, war für die Teenies indes unheimlich weit entfernt - zumindest bis gestern. So sprach Jacob (14) wohl vielen anderen aus dem Herzen, als er meinte: "Ich dachte, dass würde eine vollkommen langweilige Veranstaltung." Doch da hatten Hoesch-Marketingchef Klaus Hedding und sein Team auf der einen sowie Lehrerin Christine Wiesweg-Markowski auf der anderen Seite gute Vorarbeit geleistet. Sie hatten ein Konzept erarbeitet, dass den Schülern keine Statistenrolle zuwies, sondern sie als Akteure in die Pflicht nahm. Statt langwierigen, manchmal auch noch langweiligen Vorträgen zu lauschen, rauschten die Kinder selbst durch die diversen Abteilungen. "Was macht eigentlich eine Buchhaltung?" Gute Frage. Darauf eine Antwort zu geben, dürfte den Mitarbeitern dort nicht schwerfallen, ist ja schließlich Alltagsgeschäft. Aber wie erklärt man es Leuten, die mit dem Arbeitsbereich noch nie in Berührung gekommen sind? Als die Schülergruppe in der Schlussrunde den Aufgabenbereich prägnant und präzise skizzieren konnte, zeigte sich: Die Mitarbeiter von Hoesch hatten es gut erklärt und die Schüler hatten keine Mühe, es richtig wiederzugeben. In alle Bereiche des Betriebes durften die Mädchen und Jungen hineinschnuppern, sprachen nicht nur mit Vertretern der Buchhaltung, sondern auch mit denen des Marketings, des Einkaufs, der Personalabteilung und natürlich auch mit Beschäftigten aus der Produktion. "Wie genau die da arbeiten müssen. Da kommt es auf Millimeter und noch kleinere Abmessungen an", sagte Lesley und in den Worten schwang eine gehörige Portion Staunen mit. So exakt bei jedem Produkt arbeiten zu müssen, das beeindruckte Vanessa, die wie die anderen aus der Klasse, "sich eigentlich noch nie ein Bild davon gemacht hat, wie es bei Hoesch zugeht".
"Dieser Besuch soll ein Einstieg in die Berufsvorbereitung sein", sagt Lehrerin Wiesberg-Markowski. Bevor die Schüler im kommenden Schuljahr, in Klasse 9, ins Betriebspraktikum gehen, sollen sie "erste Eindrücke sammeln", sagt die Pädagogin. Ein Teil der Klasse besichtigte Hoesch als Beispiel für einen produzierenden Betrieb, der andere Part schaute sich in der Sparkasse um, als Beispiel für ein Dienstleistungsunternehmen.
Klaus Hedding war am Ende voll des Lobes und bescheinigte den Schülern Engagement und Wissensdurst. Für das Unternehmen sei diese Form des Klassenbesuches ein Experiment gewesen, meinte der Marketingchef. Und wie war das noch aus der Chemie? Lakmustest bestanden.
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