Keine Leitplanke für Kurven-Treff
26.10.2009 | 21:45 Uhr 2009-10-26T21:45:00+0100
Ergste. Der Erörterungstermin des Petitionsausschusses im September zeigt erste Wirkung: Die Leitplanke, die zur Beseitigung des Kurven-Treffs an der B 236 zwischen Hiddemann im Spiek und Michaelisweg geplant war, wird nicht installiert.
Eine entsprechende Weisung erteilte das Verkehrsministerium an den Landesbetrieb Straßen.NRW.
Stattdessen wird in den ersten November-Wochen die Böschung durch Aufschüttungen bis an die Straße gezogen. Damit soll verhindern werden, dass sich dort weiterhin Motorradfahrer mit ihren Maschinen aufhalten können. Der Verkehrsdienst der Polizei hatte diese Kurve als Treffpunkt ausgemacht, an dem andere Motorradfahrer gern mal waghalsige Manöver hinlegen, und deshalb dessen Entschärfung gefordert.
Der Auftrag zur Aufschüttung werde in den nächsten Tagen vergeben, bestätigte Heiko Rumpel, stellvertretender Leiter der zuständigen Landesbetrieb-Niederlassung Ruhr in Bochum. Zusammen übrigens mit der Erneuerung der Straßendecke zwischen Kirch- und Ruhrtalstraße, mit der ebenfalls in der ersten oder zweiten November-Woche begonnen werden soll.
Über die Abkehr vom Leitplanken-Plan für die so genannte Applaus-Kurve hinaus kursiert nach Informationen der WR beim Landesbetrieb ein Papier, das sogar den Abbau von Leitplanken an der B 236 vorsieht. „Darüber ist aber noch nicht entscheiden”, sagt Rumpel, stellt gleichwohl vorsichtshalber schon mal fest: „Ich bin ein Gegner vom Abbau etwa der Leitplanke hinter dem Michaelisweg in Richtung Ergste.” Dabei handele es sich um eine Sicherung für Autofahrer, die von der Straße abkommen: „Die will ich nicht im Feld haben.”
Die Nachricht vom Verzicht auf die Leitplanken trifft beim Ergster Michael Wilczynski, der sich für die Rücknahme der temporären Sperrung der Bundesstraße zwischen dem Schälk und Ergste für Zweiradfahrer stark gemacht hatte, auf ungeteilte Zustimmung. Schließlich habe er schon beim Erörterungstermin im Grünen Krug deutlich gemacht, dass er eine solche Maßnahme als „hochgefährlich” für Motorrad- wie auch Autofahrer einschätze. Er bezeichnet Leit- eher als „Leidplanken”. Dieser Sicht der Dinge schloss sich jetzt offenbar das Ministerium an.
Umfassende Aufstellung des Unfallgeschehens
Wilczynski verbindet weitere Hoffnungen mit einem Brief vom Petitionsausschuss, der ihn kürzlich erreichte. Darin wird ein erneutes Treffen an der B 236 Anfang März angekündigt. Bis dahin will das Verkehrsministerium eine detaillierte Aufstellung des Unfallgeschehens seit 2005, also nach Abschluss der Straßenerneuerung zwischen dem Schälk und Ergste, vorlegen. Und zwar aufgeschlüsselt nach Unfällen von Motorrädern und von Pkw. Davon verspricht sich der passionierte Zweiradfahrer und Vorsitzende der Gespann- und Motorradfreunde Sauerland den Nachweis, dass es eben nicht die Unfallhäufigkeit war, die zur Sperrung der Strecke für Motorräder an den Wochenenden führte, sondern das Ruhebedürfnis der Anwohner. „Und das sind eben zwei Paar Schuhe. Aus Lärmschutzgründen kann man nicht einfach eine Bundesstraße für eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern sperren”, sagt Wilczynski.
Er selbst und der Bundesverband der Motorradfahrer wollen jedenfalls in ihren Bestrebungen gegen die Sperrung am Ball bleiben: „Wir wollen zu Beginn der nächsten Zweirad-Saison gemeinsame Aktionen mit dem Verkehrsdienst der Polizei auf die Beine stellen”, kündigt der Ergster an. Außerdem setzt er auf die technische Entschärfung der B 236, mit der er eine Freigabe erreichen möchte. Dazu zählen ein Überholverbot auf dem gesamten Streckenabschnitt, doppelt durchgezogene Linien sowie so genannte Bischofsmützen zwischen den Fahrspuren.
16:57
So, nun hat man also vor Wochen für teuer Steuergeld die Kurve erstmal schön eingesät und nun will man das jetzt zu und anschütten - Macht ja wirklich Sinn. Was macht man denn mit der Zufahrt zum Feld - ich meine das Stückchen wo man in den letzten Wochen immer die Motorradfahrer parken sah, denn die ganze Aktion mit der Kurve hat ja bisher außer Kosten wieder mal nichts gebracht. Es wird ja weiterhin auf der Strecke geheizt, dass es eine wahre Freude ist und die Fans hocken ja weiter in der Applauskurve.