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Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag

27.07.2009 | 18:43 Uhr

Schwerte. Knockout für die Freefighter noch vor dem ersten Gong: Das Ausflugslokal Freischütz im Schwerter Wald ist vom Vermietungsvertrag mit Heiko Pape zurückgetreten.

Der Dortmunder hatte für die Free Fight Association (FFA) am 8. August die Westdeutsche Meisterschaft in dieser hochumstrittenen Sportart ausrichten wollen.

Freischütz-Geschäftsführer Jörg Prüser erklärte gestern gegenüber der WR: „Wir haben das Thema anfangs wohl unterschätzt. Wir müssen aber jetzt Schaden vom Freischütz abwenden.” Prüser machte aber auch noch einmal deutlich, dass der Freischütz nicht der Veranstalter gewesen wäre, sondern nur die Örtlichkeit zur Verfügung gestellt hätte.

Erleichterung im Schwerter Rathaus

Kampfkäfig neben Klettergerüst? Nachdem die Schwerter WR am Donnerstag über die geplante Kampfveranstaltung berichtet hatte, war sofort die Frage aufgeworfen worden, ob das familienfreundliche Image des bekannten Ausflugslokals auf der Grenze zwischen Dortmund und Schwerte mit einer Sportart zu vereinbaren ist, die fließendes Blut ausdrücklich nicht ausschließt. Schwertes Bürgermeister hatte sich erregt, hier würden „Menschen zum Objekt der Schaulust degradiert” und die Stadtverwaltung prüft seither, ob die legale Schlägerei von der Konzession des Hauses abgedeckt wird.

Von „Erleichterung” war gestern im Schwerter Ratshaus die Rede, nachdem der Freischütz den Freefightern eine Absage erteilt hatte. Stadtsprecher Carsten Morgenthal: „Wir können diese Akte zuklappen.” „Nicht unmittelbar zu vergleichen”, sei der geplante Kampf des ehemaligen Box-Champions Rene´ Weller gegen den Westfalenmeister Konstantin Specht in der Rohrmeisterei, der im Zuge der Freefight-Prüfung ebenfalls unter die Lupe genommen wurde. Morgenthal: „Da haben wir bis September noch ein paar Tage Zeit.”

Veranstalter geht in die nächste Runde

Freefight-Veranstalter Heiko Pape mochte sich gestern noch nicht geschlagen geben: „Ich werde das so nicht hinnemen. Für mich hängt da auch finanziell einiges dran, zumal es fast unmöglich ist, bis zum 8. August noch eine neue passende Örtlichkeit zu finden.” Pape, der die Hoffnung hatte, im nächsten Jahr sogar die Deutsche Meisterschaft ausrichten zu können, will eine nächste Runde: Der Kampfsportler hat die Angelegenheit seinen Anwälten übergeben.

Bernd Kirchbrücher

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Kommentare
29.07.2009
15:56
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von mma4ever | #8

ok.dann jetzt kommt meine großschreibtaste zum einsatz..KLUGSCHEISSER..am besten ich schlage jetzt wieder sinnlos auf unschuldige leute ein(das mache wir freefighter ja am liebsten)wir sind ja eh alle behämmert und dumm wie brot weil wir diesen sport betreiben.ich habe es auch schon lange aufgegeben leuten wie dir zu erklären das es sich bei mma um eine der vielseitigsten kampfsportarten handelt die es überhaupt gibt.ach ja,in punkto groß und kleinschreibung bin ich mehr faul als dumm.schwer zu glauben bei jemanden der sich aus spass an der freud den kopf einschlagen lässt bis literweise blut fießt.achtung ironie....

29.07.2009
07:47
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von AndreasderNachbar | #7

Die USA waren schon immer Vorreiter für Sportarten, die sich dann bei uns durchsetzen: z.B. Baseball, Football...
Man muß nicht jeden ****** übernehmen!

Meine Großschreibtaste ist übrigens in Ordnung, Deine hast Du wahrscheinlich schon weggetreten, was?

29.07.2009
00:23
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von mma4ever | #6

das sind die kläglichen versuche eine der am schnellsten wachsenden sportart zu bremsen.in den usa hatten die mixed martial arts am anfang auch mit engstirnigen politikern und moralaposteln zu kämpfen.aller anfang ist halt schwer.aber die entwicklung wird dahin gehen das mma dem klassischen boxen den rang ablaufen wird.und in schon einigen jahren werden alle die vorher noch zeter und mordio geschrien haben diesen sport auch als solchen anerkennen.

28.07.2009
11:50
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von AndreasderNachbar | #5

@#3
Bitte richtig lesen, ich bezog mich auf die Prüfung der Genehmigung des Schauboxkampfes mit Rene Weller am 25.9. in der Rohrmeisterei. Das hat nichts mit dem richtigerweise abgesagten Gemetzel im Freischütz zu tun. Die Stadt Schwerte, vertreten durch Herrn Morgenthau äh, Morgenthal, vergleicht hier Äpfel mit Birnen!

28.07.2009
09:24
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von superimpi | #4

Die Entscheidung vom Freischütz ist richtig - gleichwohl darf ich die Argumente des Veranstalters nicht ignorieren. Unglücklich ist es allemal, eine Veranstaltung nach dem Abverkauf von Eintrittskarten abzusagen.
Dennoch: Der Freischütz hat sich (Gott sei Dank) wieder zu einem symphatischen Freizeitziel entwickelt.
Veranstaltungen, wo auf Menschen, die bereits blutend am Boden liegen, eingetreten wird, sollten sicher nicht im Freischütz placiert werden.

Schlimm genug, dass es sowas überhaupt legal gibt..........

28.07.2009
08:56
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von meineMeinung2 | #3

Stimme Pete2009 voll zu.

@#1: Bitte nicht Äpfel mit Birnen und Pflaumen vergleichen:-)

28.07.2009
07:15
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von Pete2009 | #2

Eine gute und eine richtige Entscheidung!

27.07.2009
20:37
Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag
von AndreasderNachbar | #1

Da haben wir bis September noch ein paar Tage Zeit.
Richtig, Herr Morgenthal, man sollte die sicherlich äußerst brutale Schau-Boxkampfveranstaltung erst kurz vorher mit fadenscheinigen Argumenten verbieten, damit alle Beteiligten die größtmöglichen wirtschaftlichen Schaden haben.
Vielleicht sollte man die Fußballspiele im Schützenhof auch mal prüfen. Ich habe gehört, da wurden sogar schon rote Karten gegeben! Verbieten, sofort!
Und den Zuzug von Bürgern unter 60 verbieten. Dann ist wenigstens Ruhe in Schwerte. Totenstille.
Bürger von Schwerte, Ihr habt die Wahl!

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