Erdboden ankarren, Applauskurve abschaffen
06.08.2009 | 18:11 Uhr 2009-08-06T18:11:00+0200
Schwerte. Zwei Motorradunfälle binnen fünf Tagen haben nun (endlich auch) den Landesbetrieb Straßen NRW auf den Plan gerufen.
In Kürze, möglicherweise noch vor dem Wochenende, soll Erdreich in der Applauskurve aufgeschüttet werden, berichtete gestern Morgen Heiko Rumpel, stellvertretender Leiter der Abteilung Bau in der Bochumer Behörde.
Der angelieferte Erdboden soll verhindern, dass Zuschauer am Wegesrand stehen und zusehen, wie sich Biker bei ihren Spritztouren mächtig in die Kurven legen. Erfahrungsgemäß erhöhen die Zaungäste bei den Fahrern den Reiz, noch mehr aufs Gaspedal zu drücken. Und das wiederum steigert die Unfallgefahr. Das Verhalten der Gäste gibt dem Abschnitt dann auch den Namen: Da sie gern mal Beifall spenden, nennt man das Teilstück inzwischen Applauskurve.
Wie Rumpel weiter ausführte, habe er sich gestern Morgen mit den zuständigen Abteilungsleitern des Landesbetriebs in Verbindung gesetzt, damit die Erdmassen nach Ergste transportiert werden. Auf der Großbaustelle der A 40 im Bereich Dortmund sei genug Material übrig, das gut und gerne an der Letmather Straße abgelagert werden könne. Eine kleine Einschränkung müsse er aber jetzt schon hinweisen, betont der stellvertretende Abteilungsleiter: Die Einfahrt zu dem Wirtschaftsweg in der Applauskurve müsse frei gehalten werden. Daran gehe kein Weg vorbei.
Wenn nun der Landesbetrieb im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung in die Angelegenheit bringt, dann erfüllt er nichts anderes als ein Versprechen, das schon vor Wochen gegeben wurde. Bei einem Behördentermin verständigten sich nämlich die jeweiligen Vertreter auf mehrere Punkte, um für Sicherheit auf dem Schälk zu sorgen. Neben der Sperrung für Biker am Wochenende, Geschwindigkeitslimits und Kontrollen der Polizei am Wochenende vereinbarten die Fachleute auch eine „Entschärfung der Applauskurve”. Seinerzeit ließ man noch offen, ob ein Erdhügel angelegt oder Baumstämme dort ihren Platz finden soll, damit kein Platz für Zuschauer bleibt.
Kurz nachdem am Mittwochabend ein 42-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall schwere Verletzungen erlitt, rückte die Polizei zur Tempokontrolle aus. Das Limit liegt dort bei 70 km/h. Fast zwei Stunden waren die Beamten vor Ort. Die Bilanz: Von 121 Fahrzeugen waren acht zu schnell. Dabei handelte es sich um sechs Pkw-Fahrer und zwei Biker. Den traurigen Rekord konnte ein Autofahrer für sich verbuchen, der mit 128 Stundenkilometern an den Beamten vorbeipreschte. Die beiden Motorradfahrer hatten jeweils rund 90 km/h auf dem Tacho. Insgesamt erstatteten die Polizeibeamten vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erhoben vier Verwarnungsgelder. Zwei Verkehrsteilnehmer müssen sich auf ein Fahrverbot einstellen.
Die Kreispolizeibehörde, so Sprecherin Ute Hellmann, halte sich an die damals gegebene Zusage und kontrolliere regelmäßig die Geschwindigkeit. Ebenso seien Beamte am Wochenende im Einsatz, um zu überprüfen, ob Motorradfahrer an das Durchfahrverbot halten. Nach Beobachtungen der Polizei hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen das gesamte Geschehen auf die Abende verlagert.
Gerade bei gutem Wetter versammeln sich dort immer wieder Passanten, die die Biker anfeuern. Motorradrennen, für die kein Eintritt gezahlt werden muss.
15:22
Das Resultat der Bauarbeiten ist genauso schwachsinnig wie die zuvor installierten Rüttelschwellen, und die Leute die behaupten, dass die in der Kurve befindlichen Motorradfahrer, und deren nicht vorhandener Applaus, irgendwas mit den Unfallzahlen zu tun hätten.
Es ist nicht nur eine faire Sache den dort sitzenden Motorradfahrern gegenüber, die immer öfter als Sündenbock für die frustrierten Looser dieses Landes herhalten müssen.
Es ist auch fair gegenüber allen die meinen dass ein Zusammenhang zwischen den dort sitzenden und irgendwo anders stürzenden Motorradfahrern besteht.
Sie durften mitbezahlen, und sehen wofür sie sich in den letzten Wochen und Monaten so lauthals eingesetzt haben. Für Schwachsinn.
Jetzt wo die baulichen Maßnahmen von Amtswegen vollbracht worden sind, dürfen sich diejenigen zufrieden zurücklehnen und sagen:
Denen haben ichs gezeigt.
In sofern bin ich froh einen steuerlichen Beitrag für die jetzt angelegte Rasenfläche geleistet zu haben.
Allen Motorradfahrern empfehle ich, demnächst ein Handtuch zum Sonnenbaden mitzubringen.
Denn wer ruhig und zufrieden in der Sonne liegt läuft weniger Gefahr von anderen klugen Köpfen in Verbindung mit irgendwelchen Unfällen gebracht zu werden.
14:30
Also was jetzt da am Schälk geändert wurde, ist der Witz in Tüten. In zukunft können wir auf der extra für uns angelegten Wiese sogar grillen und uns sonnen :-)
Schade das ich den Aufwand da mit meinen Steuergeldern bezahlen musste!
10:50
@Autofaher
das war doch angesichts der angeführten argumente angemessen kurz, die vollständige version geht über mehrere seiten ;)
23:01
@ Autofahrer: Stimmt.
22:17
Joe@
bitte kürzer fassen, sonst muss man ja stundenlang lesen.....
14:22
@DerWesten
So, lieber Herr Theo Körner sieht seriöse Pressearbeit aus... keine persönlichen Meinungen, keine wilden Verleumdungen und keine projektierten Stereotypen!
Zitat aus einem sauber recherchierten Bericht von MotorradOnline.de:
»Motorradfahrer sind hirnlose Raser«. Dieses Vorurteil festigen derzeit wieder Fernsehberichte und Zeitungsmeldungen. Doch wie sieht die Unfallstatistik tatsächlich aus?
Zu finden unter:
http://www.motorradonline.de/archiv/unfallstatistiken---immer-den-ueberblick-bewahren.261585.htm
@TenKate und @Autofahrer
sicherlich dreht es sich im Kreis... das ist doch immer so. Sobald man mit sachlichen Argumenten und mit Fakten erwidert, fangen diese Leute wieder mit angeblichen Rasern und ihren Vorurteilen an.
Blindwütige Hasstiraden von aufgehetzten Lemmingen, die glauben andere öffentlich als Idioten beleidigen zu müssen. Kennen wir doch schon...
@all
Bei allem Verständnis für entnervte Anwohner und wirklich besorge, sozial arrangierte Mitmenschen.
Bitte lassen Sie sich nicht länger durch die nur augenscheinlich objektiven Berichte - hier von
( Der Westen ) - die bei näherer Betrachtung unzweifelhaft im Stile der Boulevardpresse unsauber recherchiert und verfasst sind - sowie nicht zuletzt auch verächtlich machende Elemente gegen Biker im allgemeinen enthalten, für diese offenkundige Anti-Biker-Hetzkampagne instrumentalisieren.
Die Zahl derer, die sich durch laute Biker oder angebliche Raser belästigt fühlen steigt unzweifelhaft und unbestritten dramatisch an. Jedoch nicht wie suggeriert, weil es immer mehr Lärm oder immer mehr Raser gibt, sondern weil es immer mehr Biker ( siehe Zulassungszahlen ) gibt und weil seit Jahren durch Streckensperrungen das gesamte Motorradverkehrsaufkommen auf immer weniger Streckenkilometer, also auf immer engeren Raum konzentriert wird.
Dieser Prozess wird sich auch solange noch weiter verschärfen, wie es nicht gelingt, die zuständigen Behörden zu sinnvollen und vernünftigen Maßnahmen bzw. zum Umdenken zu bewegen. Da auch immer wieder das Argument fällt, dass Motorräder und insbesondere die verunfallten Biker enorme Kosten verursachen würden, muss an dieser Stelle auch einmal auf die Tatsache hingewiesen werden, dass im direkten Vergleich der KFZ Steuereinnahmen und Ausgaben keinesfalls davon die Rede sein kann, dass für Zweiradfahrer gleichermaßen Steuergelder für Verkehrssichernde Maßnahmen aufgewendet werden wie es bei den, den PKW betreffenden Maßnahmen üblich ist.
Ein zunehmend beliebtes Mittel ist erkennbar die Verdrängung und Verlagerung der Problematik durch einfache Streckensperrungen für Motorradfahrer u. Fahrerinnen, insb. an Sonn,- und Feiertagen.
Anders als bei Streckensperrungen oder Durchfahrtsverboten für PKW/LKW ergießt sich das Verkehrsaufkommen aber nicht flächendeckend, sondern auf immer weniger attraktive Straßen in ländlichen, meist kurvenreiche Regionen oder auf dicht besiedelte Wohngebiete sowie auf beliebte Naherholungsgebiete.
Hierdurch wird die Lärmbelästigung und das Unfallrisiko auf eine - als ******* zu bezeichnende Art und Weise - durch die verantwortlichen Behörden sogar noch weiter gesteigert. Insbesondere wird hierdurch nicht nur die Unfallhäufigkeit subjektiv an lokalen Brennpunkten konzentriert, sondern sogar verhindert, das die seit Jahren sinkenden Unfallzahlen noch weiter sinken.
Unberücksichtigt darf man daher nicht belassen, dass die Straßenverkehrsbehörden hierdurch eine verhängnisvolle Spirale in Gang getreten haben, die im Ergebnis zwangsläufig nur zu vermeidbaren Todesfällen führen kann und wird. Immer mehr Verkehrsaufkommen, wird auf immer engerem Raum verlagert was zwangsläufig bedeutet, dass sich tragische Unfälle dort forcieren und häufen und auch die Lärmbelästigung der Anwohnerschaft mit dem Ergebnis exorbitant ansteigt, dass auch diese Anwohner nach einer Streckensperrung verlangen.
Diese Faktoren fließen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht in die Statistik der Unfallhäufigkeit und Lärmbelästigung bzw. in die Beschlussfassung von weiteren Streckensperrungen mit ein. Durch den Umstand, dass Biker nur in den wenigen Sommermonaten auftauchen, wird das eigentliche Problem somit Jahr für Jahr immer weiter verschlimmbessert.
Die rechtliche Handhabe finden die anweisenden Verkehrsbehörden im Paragraph § 45 StvO.
Dort heißt es: „Die Straßenverkehrsbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten.
Ignoriert wird dabei auf geradezu impertinente Art und Weise die gesetzliche Vorgabe, wonach diese Anordnungen nur getroffen werden dürfen: wenn dadurch anders nicht vermeidbare Belästigungen durch den Fahrzeugverkehr verhütet werden können.
Wohl aus Rechtfertigungsgründen und/oder durch Inkompetenz, Unwissenheit und persönlicher Abneigung gegen die Biker-Szene im allgemeinen werden immer häufiger, bewusst oder unbewusst Maßnahmen ergriffen, welche zur Vermeidung der Lärm,- und Abgasbelastung gänzlich ungeeignet sind. Dies belegt sich besonders Eindrucksvoll durch die am Schälk angebrachten Rüttelschwellen.
Diese Rüttelschwellen dürften als reine Steuergeldverschwendung einzustufen sein und haben nicht nur die Lärmbelästigung verschärft. Sondern auch das Unfallrisiko - gerade für ortunkundige Fahrer - weiter gesteigert. Da im Ergebnis festgestellt werden muss, dass somit keinerlei geeigneter Maßnahmen ergriffen wurden, darf auch davon ausgegangen werden, dass hierdurch lediglich die gesetzlichen Vorgaben gemäß § 45 StvO augenscheinlich erfüllt werden sollten.
Durch die Jahr für Jahr weiter verschärfte Problematik ist ebenfalls zu beobachten, das Biker zunehmend nicht nur diskriminiert sondern mehr und mehr auch von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden. Dieser Umstand ist u.a. nicht mit Artikel 1 Abs. 1 GG, Artikel 2 Abs. 1 u. 2 GG und Artikel 3 Abs. 1 GG vereinbar.
Da bislang weder der BVDM noch der ADAC oder eine andere Organisation dazu willens und/oder in der Lage war, diese Missstände und Diskriminierungen nach Karlsruhe zu tragen - rege ich an - einen eigenen eingetragenen Verein oder eine Interessensgemeinschaft mit dem Ziel zu gründen, dieses schnellstmöglich nachzuholen.
Was ich persönlich dabei für besonders wichtig erachte ist der Zusammenhalt aller Betroffenen, einschl. der Anwohner der Ausweichstrecken sowie der Zusammenhalt mit den zu reinen Sündenböcken degradierten und angeblichen Rasern. Warum?
Weil es der Wahrheit und den Tatsachen entspricht, das nur die wenigsten Unfälle durch unangepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit entstehen und die zur Rechtfertigung einer Streckensperrung angeführten Statistiken wesentliche Faktoren und Umstände ignorieren.
Weil keine Streckensperrung diese Raser daran hindert, ihr Unwesen zu treiben. Sondern diese auf immer dichter werdenden Verkehrsraum gedrängt werden und hierdurch unbeteiligte Dritte übermäßig belastet und auch gefährdet werden.
Weil es eine unumstößliche Tatsache ist, dass durch Streckensperrungen nicht ein einziger Unfall weniger passiert, sondern vielmehr von einer mit jeder Streckensperrung zunehmenden Problematik und steigenden Unfallgefährdung auszugehen ist.
Die Grundlegende Argumentation tendiert leider immer wieder dahin, dass auf einige wenige Raser und/oder Unfälle verweisen wird um so mittels Mitleid, Erregung, Hass und Verunsicherung der Bürger, die diskriminierenden Maßnahmen begründen, rechtfertigen oder beschließen und sich somit im Ergebnis als Möchtegerngutmensch tarnen zu können.
Der Gesetzgeber hat ausreichend Möglichkeiten geschaffen, um Anwohner vor übermäßiger Belästigung zu schützen und Verkehrsraudis aus dem Verkehr zu ziehen.
Streckensperrungen sind somit nicht nur eine die Problematik verschärfende, sondern auch vermeidbare Nötigung und Diskriminierung von Bürgern und Steuerzahlern.
Für mich bleibt jede Streckensperrung daher als ******* zu bezeichnen. Denn die Opfer dieser hirnlosen und unsinnigen Vorgehensweise sind nicht nur wir Biker, sondern auch und zunehmend die Anwohner der Ausweichstrecken, die Erholung suchenden Familien an der Sorpe, im Harz oder in anderen Naherholungsgebieten, die immer mehr Motorradfahrer und Fahrerinnen ertragen müssen.
22:34
Da stimme ich vollkommen zu.
22:21
Ich glaube, jetzt dreht sich alles im Kreis....
So weit waren wir doch schon mal, dass einige wenige nicht das Geschicl vieler beeinflussen dürfen.
Michael hat Recht, es müssen mehr Kontrollen, gerade an WE und drastische Strafen für Schnellfahrer, gleich welcher ARt, gesetzt werden.
Streckensperrungen verlagern nur, dazu ist unser Sauerland vor der Tür, sehr schön, und sehr kurvenreich.
Da kann man in füfn Minuten schon hinter Iserlohn sein, wenn man will.
Aber nicht die Diskussion wieder von vorn beginnen, ich glaube, dass bringt gar nichts.
21:25
@rudiratlos2
Dein Vokabular ist bereits DISKRIMINIEREND
geschosse, Idioten, abartig etc. pp.
Ihr scheint es einfach nicht verstehen zu wollen....
Es gibt in unserem rechtsstaat für jeden pfurz ein Gesetz und eine Strafe. Die möglichen Strafen für Raser gleich welcher Fraktion sie angehören oder welches Gefährt sie dabei benutzen.
Das Problem liegt doch ganz woanders, in der kollektiven Abstrafung aller Biker wegen einer Hand voll Wilder.
Das wäre vergleichbar damit, den Schälk für PKW-Fahrer dicht zu machen, weil wie die Polizei festgestellt hat, dort auch PKW-Raser den Rekord gebrochen haben.
Es gibt ausreichende Möglichkeiten Leute zu berstrafen, die sich nicht an Regeln halten...
WARUM also muss eine Strercke gesperrt werden, warum muss eine Kurve zugeschüttet werden ???
Doch nur dann, wenn man auf asozale Art und Weise das Problem auf eine Nachbarsgemeinde übertragen will.
21:02
@ Andreas und rudiratlos,
Ihr habt recht, das mehr kontrolliert werden muss und auch die Strafen müssen gravierend sein.
Aber durch Streckensperrungen und ähnliches kriegen wir das nicht hin!
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Eine Bekannte (ehemalige OP-Schwester) sagte letzte Woche zu mir: In dem eigenen Interesse muss die Strecke gesperrt werden!
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Aber dadurch wird nicht ein Unfall vermieden, ausser auf dieser Strecke. Der geschieht dann auf dem Büürenbrucher Weg , Letmather Str. oder sonstwo in dieser Republik.
Wer so konsequent sein will, das Motorradunfälle der Vergangenheit angehören muss das Motorradfahren verbieten!
Ich hatte hier schon mal gesagt , (ironisch) Unfälle durch Fahranfänger werden vermieden, wenn Führerscheinneulingen das Fahren von Fahrzeugen untersagt wird. Und der Rest der KFZ Nutzer wird dann über kurz oder Lang aussterben. Aber keine Unfälle durch KFZ mehr.