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Begegnung im Wasserwerk

18.07.2011 | 18:14 Uhr
Begegnung im Wasserwerk

Geisecke. Ist ein Spaziergang übers Gelände des Geisecker Wasserwerks allein schon ein Erlebnis, zählt das, was rund 120 Gäste am Samstagnachmittag dort erlebten, zu den großartigen Erlebnissen. Waldhornbläser in den Wiesen, Stelzenläufer auf den Wegen, Percussionmusik neben dem Wasser – der Dortmunder Initiativkreis Momm hielt, was er verspricht: ein Museum für moderne Musik zu sein.

Vor dem mehr als 100 Jahre alten Pumpenhaus, das unter Denkmalschutz steht, empfingen Elisabeth Sedlak vom Initiativkreis und Ulrike Hütter von den Wasserwerken Westfalen die Besuchergruppe mit Getränken und Häppchen zur Veranstaltung „Mommenta – Rendez-vous im Reservat“. Sponsorin war die DEW.

Das Gelände ist in der Tat ein Reservat, geschützt vor unliebsamen Einflüssen, da es um die Trinkwasseraufbereitung geht. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich dort viele Tiere häuslich niedergelassen, die die Ruhe schätzen, die nur ab und zu von Besuchergruppen unterbrochen wird. Doch eine Kulturveranstaltung, so Ulrike Hütter, habe es bislang noch nicht gegeben.

Die Waldhornbläser, das Naturhornquintett Werethina, spielte zur Begrüßung, bevor die beiden Stelzenakrobaten der Truppe Feuervogel die Gäste in Bewegung brachten.

Atemberaubend

Waren die Gespräche angesichts der atemberaubenden Aussicht sowieso schon leise geführt worden, verstummten sie ganz, als erneut die Waldhörner zu hören waren. In der Weite der Wiese standen vereinzelt die schwarzgekleideten Männer im satten Grün, fanden sich wieder zur Gruppe zusammen und brachten die historischen Instrumente zum Tönen.

Akrobatische Leistungen mit Sprüngen und Saltos und Tänzen zeigte das Theater Feuervogel mehrere hundert Meter weiter entlang des Weges, bevor die Somo Percussion Group alle und alles Mögliche zum Schwingen und Klingen brachte.

Wem dieses Angebot an guter Unterhaltung nicht reichte, konnte seine Allgemeinbildung vertiefen. Ulrike Hütter informierte gesprächshalber über die Trinkwassergewinnung, Wolfgang Pitzer von der AGON, der Schwerter Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz, über Eisvogel und Kormoran, und Irmgard Devrient, Fachfrau für Fledermäuse, eben über diese Tiere.

Als das Rendez-vous nach gut drei Stunden endete, wünschten sich viele der Gäste, ein großer Teil kam aus Dortmund, eine Wiederholung oder eine ähnliche Veranstaltung in der Ruhrstadt zu erleben.

Susanne Schulte


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