Ampel läuft wieder
07.04.2010 | 17:25 Uhr 2010-04-07T17:25:00+0200Villigst. Die Ampelanlage an der Villigster Ruhrbrücke soll ab sofort einwandfrei funktionieren.
Experten der Firma Siemens, vom Landesbetrieb Straßen.NRW in Bochum und von der Stadt Schwerte haben am Dienstagabend – salopp formuliert – im Schaltkasten geknibbelt. Jetzt laufen die Programme so, wie es von vornherein sollten. Hoffentlich.
„Die Ampel hat einwandfrei funktioniert”, fasste Siegfried Kuhn vom Bereich Ordnung der Stadt Schwerte die Beobachtungen vom Dienstagabend zusammen. Die Funktionalität war nicht immer gegeben. Ganz besonders deutlich wurde das am Fußgängerüberweg im Abzweig Richtung Ergste. Die Ampel dort schaltete auf rot, obwohl weit und breit kein Fußgänger in Sicht war, der einen Kontakt hätte anfordern können. Aber auch an anderen Stellen funktionierte die Ampelanlage nicht so, wie sich das der Hersteller Siemens, der für diese Ampel zuständige Landesbetrieb und die Stadt Schwerte als zuständige Verkehrsbehörde vorgestellt hatten. Sogar Gutachter waren eingeschaltet worden. Alle zusammen sorgten nun dafür, dass die Ampel nach langen Monaten in der Nacht auf Mittwoch erstmals verkehrsabhängig gesteuert wurde und die Festzeitsteuerung abgeschaltet wurde.
„Ich bin jetzt guter Hoffnung”, erklärte Josef Marpe, im Landesbetrieb Straßen.NRW zuständiger Sachbearbeiter für Lichtanlagen. Er war am Dienstag ebenfalls in Schwerte, wo die komplizierte Videotechnik noch präziser eingestellt wurde. Jetzt arbeitet die sogenannte Videodedektion mit neuen, fiktiven Schleifen auf den Fahrbahnen. Mit anderen Worten: Rollt ein Fahrzeug aus Ergste kommende unter Wahrung einer angemessenen Geschwindigkeit auf die ansonsten verkehrsfreie Kreuzung zu, wird es von der Videoanlage erfasst, die Ampel schaltet umgehend auf grün. Weil die Kreuzung aber selten nur aus einer Richtung alleine angefahren wird, geht's brav der Reihe nach: Wer zuerst erfasst wird, bekommt grün, dann spult sich das verkehrsabhängige Programm ab.
Eine Neuerung wird noch installiert. Um den Fußgängerüberweg in der Abbiegespur nach Ergste noch sicherer zu machen, „werden die Signalgeber vergrößert”, berichtete Siegfried Kuhn. Die Lichter der Fußgängerampel werden sich also in Kürze mit einem größeren Durchmesser präsentieren, damit das rote Signal weithin sichtbar ist. Autofahrer hatten geklagt, dass das jetzige Signal zu klein und deshalb schlecht zu sehen gewesen sei.
18:20
@Pete,
das wäre zu einfach. Ich denke schon, dass jeder die Verkehrsregeln kennt. Oftmals scheint aber das Ego stärker als der Verstand zu sein.
14:07
Statt Kreisverkehr wurde mal wieder in Ampeln investiert - damit hat man Dauerkosten und man fördert zudem die sinnlose Verschwendung von Energie.
Das Kreisverkehre in Deutschland nicht gut funktionieren liegt nicht an dem Kreisverkehr, sondern an der Unfähigkeit der deutschen Autofahrer - das ist so wie beim Reißverschlußsystem oder beim grünen Pfeil. Da würden regelmäßige Nachschulung (verbunden mit Untersuchungen) sehr hilfreich sein.
08:44
Weil ein Kreisverkehr nicht das Allheilmittel ist. Ab einer gewissen Verkehrsdichte werden Kreisverkehre, zumindest jene, die bei uns üblich sind, kontraproduktiv. Und die Monster-Kreisverkehre aus England oder Frankreich z.B. brauchen viel Platz, welcher an der Ruhrbrücke nicht vorhanden ist.
08:42
Vielleicht doch ein Schuss in den Ofen?
Heute morgen gegen 05:00h vor der roten Fußgängerampel gestanden und weit und breit kein Fussgänger...
18:41
Endlich. Man hatte es ja kaum noch zu hoffen gewagt, wenn man (gefühlt) stundenlang bei rot stand ohne dass in den anderen Zufahrten was unterwegs war.
Kann jemand sagen, warum diese Kreuzung nicht zu einem Kreisel (bzw. einem Kreisoval) umgebaut wurde, dass alle vier Zufahrten aufnimmt? Ist es nur wegen der Fußgängerampel?