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Sonderausstellung in „Haus Martfeld”

Westfalen hat die meisten Schlösser

22.11.2009 | 18:40 Uhr
Westfalen hat die meisten Schlösser

Schwelm. Nirgendwo in Europa habe es mehr Burgen und Schlösser gegeben, als in Westfalen, lautet die Erkenntnis des Bochumer Archäologiedozenten Dr. Baoquan Song.

Die Vielfältigkeit unserer Region wird nun in der ehemaligen Wasserburg, dem einstigen Rittersitz „Haus Martfeld”, mit einer Sonderausstellung gezeigt, die am Freitag eröffnet wurde.

Durch zahlreiche Aufnahmen können sich die Besucher nun ein Bild von den schönsten Burgen, Schlössern und Häusern in der Region machen. „Wir zeigen Farb- und Schwarzweißbilder, worunter Informationen zu jedem Gebäude zu finden sind”, erklärte Cornelia Hackler, Leiterin des Museums und des Stadtarchivs, die Ausstellung „Burgen und Schlösser in Westfalen”. Hierzu eingeladen hatten das Westfälische Museumsamt, das Museum Haus Martfeld und der Arbeitskreis Schwelmer Baugeschichte.

Zuvor begrüßte Bürgermeister Jochen Stobbe die zahlreichen Freunde der westfälischen Geschichte. „Das Haus Martfeld selbst hat eine lange und interessante Geschichte als ehemalige Wasserburg und Rittersitz vorzuweisen und ist nur ein repräsentatives Beispiel für viele weitere Burgen in Westfalen”, stellte Cornelia Hackler das Schwelmer Wahrzeichen selbst vor. Einige von diesen Burgen, erzählte die Leiterin des Hauses Martfeld weiter, wurden während der Renaissance und des Barock zu ansehnlichen Schlössern ausgebaut: Zu den bekanntesten unter ihnen zählen Schloss Nordkirchen, Schloss Horst in Gelsenkirchen und Schloss Strünkede in Herne.

„Die Ausstellung will das allgemeine Interesse und Bewusstsein für eine große mittelalterliche Zeit des Vor-Ruhrgebiets wecken, in der zunächst noch der Burgenbau neben ersten Stadtgründungen und sich bereits differenzierenden Gesellschaftsstrukturen vorherrschte.” Die Ausstellung diene darüber hinaus der Einstimmung auf das Projekt „Ruhr 2010“, an dem das Museum Haus Martfeld als einer von elf Kooperationspartnern der großen landesweiten Ausstellungskonzeption „AufRuhr 1225!“ des Westfälischen Museums für Archäologie in Herne mit seiner eigenen Ausstellung vor Ort in der Kreisstadt beteiligt sein wird.

In diesem Rahmen kann die Sonderausstellung „Burgen und Schlösser in Westfalen” mittwochs, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr bis zum 10. Januar im Museum Haus Martfeld kostenlos besichtigt werden.

Christina Makarona


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