Van Dinthers Beiträge gehören zur "Intimsphäre"
04.02.2010 | 19:29 Uhr 2010-02-04T19:29:00+0100Ennepe-Ruhr. Rätselraten über die geleisteten Parteibeiträge der Landtagspräsidentin Regina van Dinther. Der Kreisverband der Christdemokraten könnte den Fall aufklären.
Er bräuchte nur die Belege vorzulegen, die beweisen, dass die Hattinger Spitzenpolitikerin ihren Verpflichtungen pünktlich nachgekommen ist. Doch Kreis-Geschäftsführer Martin Spittler sieht sich dazu nicht in der Lage.
„Jedes Mitglied hat ein Recht darauf, dass wir seine Daten nicht veröffentlichen. Wir müssen die Intimsphäre waren. Das bleibt in der Familie”, sagt Martin Spittler, dessen Vorgänger Manfred Lorenz das nun an die Öffentlichkeit gelangte Mahnschreiben an die Politikerin verfasst hat.
Grüne: Glaubwürdigkeit der Politiker in Gefahr
Lorenz ist allerdings auskunftsfreudiger als Spittler. Er bleibt in Interviews dabei, dass van Dinther in der Zeit von 1994 bis 2008 nur dreimal Beiträge an den Kreisverband geleistet habe. Bei Spittler hört sich das anders an. „Sie hat pünktlich an uns gezahlt”, erklärte Spittler gegenüber unserer Zeitung. Und fügt hinzu: Über den Zeitpunkt der Zah-lungen dürfe er nichts sagen. Regina van Dinther allein, so der CDU-Geschäftsführer, könne die entsprechenden Belege veröffentlichen.
Inzwischen haben sich auch die Grünen im Kreis in dem Fall zu Wort gemeldet. „Mit uneindeutigen Aussagen und Ausweichmanövern sorgt Frau van Dinther nicht gerade für Aufklärung", sagte Janosch Dahmen, Sprecher der Grünen im Kreis. „Für die Bürgerinnen und Bürger ist es aber schwer nachvollziehbar, wenn jemand, der seiner Partei so viel zu verdanken hat, noch nicht einmal geringe Mitgliedsbeiträge bezahlt beziehungsweise alle Zweifel daran nachprüfbar aus dem Weg räumt", erklärte der Wittener weiter. Frau van Dinther müsse sich daher die Frage gefallen lassen, wie sie es selbst mit der von ihr proklamierten Ehrlichkeit halte. „Das Verhalten Frau van Dinthers schadet nicht nur ihr und ihrer Partei, es schadet vor allem der Glaubwürdigkeit von Politikern. Ich hoffe, dass die CDU jetzt schnell Konsequenzen zieht und das Vertrauen der Menschen in die Politiker nicht weiter auf die Probe stellt,“ so Dahmen weiter.
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