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Lindermann in Feldmanns Spuren

29.06.2012 | 17:22 Uhr
Lindermann in Feldmanns Spuren
Michael Lindermann (rechts neben Lothar Feldmann) heißt der Nachfolger von Roland Zimmer im Vorstand der Stadtsparkasse.

Schwelm. Seit der Sitzung des Stadtrats am Donnerstagabend steht fest, wer Roland Zimmer im Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Schwelm beerben wird. Der Neue heißt Michael Lindermann, ist 45 Jahre alt, verheiratet, Vater eines Kindes und Hundebesitzer und wohnt in Mülheim an der Ruhr.

In nichtöffentlicher Sitzung genehmigte der Stadtrat die Bestellung des neuen Vorstandsmitgliedes. Mehr als 100 Kandidaten hatten sich um die ausgeschriebene Position des zweiten Manns bei der Stadtsparkasse Schwelm beworben. Zehn Kandidaten filterten die beauftragten Personalfachleute heraus, sechs kamen in die engere Wahl und drei stellten sich im Hauptausschuss vor.

Chance auf die Feldmann-Nachfolge

Die Ausschreibung der Position war notwendig geworden, weil der Sparkassenvorstand in absehbarer Zeit neu besetzt werden muss. Zimmer geht zum 31. März 2013 in den Ruhestand, Jürgen Feldmann erreicht die Altersgrenze im Frühjahr 2016. Dieser Tatsache ist auch die hohe Anzahl der Bewerbungen geschuldet. Michael Lindermann hat nämlich innerhalb der drei Jahre die Möglichkeit, vom Vize zum Chef der Sparkasse aufzusteigen. Lindermann ist Betriebswirt, arbeitete von 1985 bis 2010 als Niederlassungsleiter der National-Bank in Bochum. Momentan steht er in den Diensten der Sparkasse Mülheim. Die Sparkasse Mülheim hat ein Geschäftsvolumen von mehr als 2,6 Milliarden Euro und zählt 530 Mitarbeiter. Die Vergleichszahlen für die Sparkasse Schwelm lauten: 574 Millionen Euro Geschäftsvolumen und 123 Mitarbeiter (jeweils Stand 30. Juni 2011).

Auch ums Geld ging es zuvor – jedoch in öffentlicher Sitzung. Der Platz hinter dem Mikrofon gehörte Kämmerer Ralf Schweinsberg, der den Entwurf der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2013 in den Stadtrat einbrachte. Zu dem Themenkomplex gehört auch die Fortschreibung des Haushaltssicherungsplanes sowie des Haushaltsplanes 2013 mit Anlagen. Erwartungsgemäß verwies der Rat alles zur Beratung in die zuständigen Ausschüsse.

An die Adresse der Politik mahnte Ralf Schweinsberg , den „eisernen Sparwillen“ nicht abhanden kommen zu lassen. „Wir sind noch nicht über den Berg“. Die Orientierungsdaten des Landes seien „sehr ambitioniert geschätzt und bergen durchaus ein Risiko“. Dank des Stärkungspaktgesetzes, der relativ guten Konjunktur, der gemeinsamen Bemühungen und Anstrengungen der letzten Jahre sei Schwelm auf einen durchaus zu meisternden Weg. „Aber sicherlich haben wir noch einen langen und steinigen Gang vor uns.“

Ein Minus von 3,5 Millionen Euro

Die Eckdaten des Haushalts 2013: Aufwendungen von 67,7 Millionen Euro stehen Einnahmen von 64,3 Millionen Euro gegenüber. Das Jahresergebnis des Ergebnisplanes beläuft sich für 2012 somit auf –3 594 432 Euro. Das Minus wird aus der allgemeinen Rücklage entnommen. Gäbe es die Unterstützung durch den Stärkungspakt nicht, hätte Schwelm sein Eigenkapital bereits um den Jahreswechsel 2013/2014 vollkommen aufgezerrt.

Von Bernd Richter



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