Kreuz Wuppertal Nord: Ausbau 2012
12.03.2009 | 12:02 Uhr 2009-03-12T12:02:00+0100
Schwelm. Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz Wuppertal Nord: Der Knotenpunkt dreier Autobahnen gilt seit Jahren als überlastet, regelmäßig kommt es zu Unfällen und Staus. Ein umfangreicher Umbau ist jetzt in Planung. Frühester Baubeginn ist 2012, die Kosten sollen bei 21,6 Millionen Euro liegen.
„Das Kreuz in seiner jetzigen Form ist nicht mehr leistungsfähig”, sagt Christian Drescher, Abteilungsleiter Planung bei Straßen.NRW, „da reichen kleine Maßnahmen nicht mehr aus.” Vor allem die Ampelanlagen führen zu Rückstaus. „Die Signalanlagen sind der Auslöser für die neue Planung”, so Drescher.
Täglich 60.000 Fahrzeuge
Es geht um nicht weniger als 30 Fahrbeziehungen innerhalb des Autobahnkreuzes: 30 Möglichkeiten von einer Straße auf eine andere zu kommen, an einer einfachen Kreuzung zweier Straßen gibt es derer zwölf. Eingerechnet ist in die Fahrbeziehungen die Schwelmer Straße (L551), von der aus man in alle Richtungen fahren kann.
Rund 60.000 Fahrzeuge passieren das Kreuz am Tag. Die meisten auf der Strecke Düsseldorf-Bremen. Besonderes Augenmerk gilt daher der Verbindung zwischen A1 (Bremen) und A46 (Düsseldorf). Da kommen Schwelm und Sprockhövel ins Spiel. Auf deren Gebiet soll die Verbindung der beiden Bahnen entstehen. In großem Bogen führt eine Rampe künftig von der A 46 zunächst über A1 und Schwelmer Straße hinweg, um dann in beiden Fahrtrichtungen auf der A1 zu münden. Die weit gezogene Kurve ermöglicht zügige Fahrt.
Laute, schnelle Kurve
Doch die Kurve steht nicht nur für Tempo, sondern auch für Lärm. Ein Zwei-Parteien-Haus an der Schwelmer Straße in Sprockhövel ist bislang im Norden von A1 und im Westen von Schwelmer Straße umgeben. Die Idylle am Waldrand lässt sich nur mit Ohrstöpseln genießen, künftig durchkreuzt jene Kurve das Waldstück. Es ist beliebtes Terrain für Spaziergänger. Anwohner jedoch verweisen auf eintönigen Lärm, der nicht stört. Das höre man gar nicht mehr. Wegziehen oder Widerspruch? Auf keinen Fall, heißt es von einem, der seit Jahrzehnten dort lebt. 400 Meter weiter südlich – jenseits der künftigen Straße und der Stadtgrenze – kicken die Fuß´baller des SV Linderhausen. Rolf Reisiger, Leiter der aufstrebenden Jugendabteilung, sieht kein Problem für den Sportbetrieb, aber: „Auffällig ist, dass die Stadt Schwelm für unsere Anlage seit Jahren nichts tut. Ob es da einen Zusammenhang mit dem Autobahnkreuz gibt, das weiß ich nicht.” Persönlich fürchtet Reisiger aber um seinen Weg zum Gassigehen – mit seinem Hund spaziert er wie viele Schwelmer gern durch den Wald.
Rund ums Thema:
11:15
Natürlich gibt es Möglichkeiten das Kreuz zu entschärfen, bzw. die Ampeln abzuschaffen.
Es reichen eigentlich zwei Bögen, um keine Fahrbahn zu kreuzen. evtl. müßte die eine oder andere Fahrbahn verbreitert werden. Dieses Vorhaben , wie geplant , scheint mir von einem Strassenfreak geplant worden zu sein, ohne Rücksicht auf Kosten und Natur. Die nächste Fehlleistung, die wieder die Umwelt verunstaltet.
13:35
Ich stimme Der Kritiker zu. Absoluter Wahnsinn! Warum muss schon wieder wichtiges Grün verschwinden? Die Menschheit, inbesondere die Autobahnplaner lernen anscheinend nie!
08:21
Das das Nadelöhr des Autobahnkreuzes umgeplant und umgebaut werden sollte, steht außer Frage.
Aber es ist ein Wahnsinn, den Autobahnbau in den Grünbereich im Osten zu erweitern (auf dem Satellitenfoto rechts). Dazu ist der Bau eines zusätzliche Brückenbauwerkes über die Schwelmer Straße notwendig. Dies sollte man sich einmal plastisch vorstellen.
Es muß auch eine andere Lösung möglich sein, die den Straßenbau im jetzigen Bereich des Kreuzes beläßt und nicht noch mehr intakte Grünbereiche zerstört.
09:52
Das wird auch Zeit , dass dieses Kreuz umgebaut wird ! Als jemand der dort 5 mal und öfter täglich durchfährt , kennt man das Problem ! Hurra !!!
08:46
grauenhafter Automoloch NRW
08:45
Meine inständige Bitte: Kann mal jemand an der Planung mitwirken, der mit dem bisherigen Bau nichts zu tun hatte? Es gibt in diesem Land ja schon einige merkwürdige Bauwerke zu bestaunen. So eine irrsinnige Verkehrsführung wie beim jetzigen Kreuz W Nord dürfte aber einmalig sein.
08:33
Der gescheite Ausbau von Breitscheid A3/A52/A524 wäre sehr viel wichtiger....als diese Nebenautobahnverbindung.....
01:37
Das Kreuz war von Anfang an ein Kreuz.
22:38
in 2012 ist Wirtschaft schon wieder oK, wir brauchen den Baubeginn jetzt!
20:09
Dafür ham se Geld.