Feilschen, flanieren und genießen
10.10.2010 | 18:12 Uhr 2010-10-10T18:12:00+0200
Schwelm.Menschen drängten sich aneinander vorbei, lautes Stimmengewirr war zu hören, Luftballons flogen über den Köpfen der Menge und der Geruch von Bratwürstchen, Zuckerwatte und Brezeln vermischte sich in der Luft – Ausnahmezustand, wie sonst nur beim Heimatfest. Auf dem 69. Trödelmarkt wurde am Preis gedreht wie noch nie zuvor: „So viel für eine gebrauchte Vase?“ fragte eine interessierte Verkäuferin. „Die ist nicht gebraucht! Die ist antik!“, antwortete der Verkäufer. Solche Gespräche waren gestern kein Einzelfall. Doch neben zahlreichen Feilschereien gab es auch großzügige Spenden wie von der Nachbarschaft Ossenkamp, die jeden fünften eingenommenen Euro zur Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt spendete. Verkauft wurden Würstchen und Pommes. „Ich glaube, wir bekommen einiges zusammen, denn die Leute haben Hunger!“, freute sich Hedwig Buchenauer.
Trotz des Durcheinanders schien sich der große „Second-Hand-Shop“, in den sich Schwelm verwandelte, gut zu regulieren. Erfolgreicher Veranstalter war einmal mehr die „Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm“ - GSWS.
Rund 300 Trödelstände
„Wir haben rund 300 Stände vergeben und die meisten Trödler sind nicht zum ersten Mal dabei. Mittlerweile wissen sie, an welche Bedingungen sie sich halten müssen!“, so GSWS-Geschäftsführer Thilo Kramer. Zusammen mit Ursula Rasche und Markus Franke war er zur Stelle, wenn sich jemand verlaufen hatte oder es Probleme mit Strom und Versorgung gab. Zum ersten Mal hatten sie selbst einen eigenen Trödelstand errichtet. „Nur wenn wir mittrödeln können wir einen richtigen Eindruck bekommen. Außerdem kommen wir so besser ins Gespräch mit den Besuchern.“ Bereits am Samstag waren die meisten Stände aufgebaut worden. „Eine lange und intensive Vorbereitung“, versicherte Thilo Kramer. „Hut ab vor den Trödlern. Wir spüren am eigenen Leib, dass es ziemlich anstrengend ist.“ Gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Schwelm (WGS) wurde der Trödelmarkt zusammen mit dem verkaufsoffenen Sonntag geplant. Als Blickfang wurde dieses Mal auch der Märkische Platz mit einbezogen. Hier stellten Autohäuser neue Modelle vor und lockten Vorbeifahrende zu einem Halt in der Stadt. Rund 30 bis 40 000 Besucher stürzten sich in den Kaufrausch. „Ordentlich“, lautete dennoch das Urteil des Ordnungsamtes. „Wir hatten einige Kunden mehr als sonst“, bilanzierte auch die Vorsitzende der WGS,D aniela Weithe und bestätigte einen erfolgreichen Trödelsonntag.
09:53
30 bis 40000 Besucher? Wow, eine Spanne von 39970 Besuchern...
08:16
„So viel für eine gebrauchte Vase?“ fragte eine interessierte Verkäuferin. „Die ist nicht gebraucht! Die ist antik!“, antwortete der Verkäufer.