"Nun beginnt eine arbeitsreiche Zeit"
02.03.2010 | 12:22 Uhr 2010-03-02T12:22:00+0100Plettenberg. Grünes Licht für den P-Weg-Marathon. Mit Freude ist diese Nachricht von Organisatoren, Teilnehmern und Zuschauern aufgenommen worden. Stellvertretend für das P-Weg-Organisationsteam nehmen Michael Schröder, Andreas Voit und Heiko Höfner Stellung zu der Entscheidung.
"Nach einer langen und schweren Zeit der Entscheidungen und Gespräche wird nun das ehrenamtlich durchgeführte 6. P-Weg-Marathonwochenende vom 10. bis 12. September 2010 stattfinden können.
Nachdem zunächst keiner der drei betroffenen Waldeigentümer zwischen Birnbaum und Teindeln sein Einverständnis zur Nutzung seiner Wege an diesem Wochenende gegeben hat, schien es keine andere Möglichkeit zur Durchführung der Veranstaltung zu geben. Denn eine wie auch immer geartete Alternativstrecke war schwer zu finden. Es hätten ins Ungewisse viele weitere Einverständniserklärungen eingeholt werden müssen, womit selbst bei positiver Resonanz erneut viel Aufwand und Zeitverlust verbunden gewesen wäre.
Das P-Weg Team hat nun nach zahlreichen erfolglosen Gesprächen doch noch eine zunächst ebenfalls lange Zeit ausgeschlossene Alternative gefunden, die einen Lücken-schluss bietet und somit eine Durchführung des beliebten Marathonwochenendes ermöglicht. Hierbei gelingt es weiterhin, alle vier Täler der Stadt einzubinden und die Stadt zu umrunden. Die veränderte Strecke wird bekannt gegeben, sobald alle Details geklärt sind.
Aber was ist in den letzten Wochen passiert und hat zu dieser schwierigen Situation geführt? Nachdem die 133 betroffenen privaten Waldbesitzer zweimal angeschrieben wurden, hatten bis auf fünf Eigentümer alle ihr Einverständnis zur Nutzung der Wege am Marathonwochenende erteilt. Dabei gaben mehr 60 Prozent der Waldeigentümer ihr Einverständnis zur Nutzung ihrer Wege gleich für drei P-Weg-Veranstaltungen im Voraus. Mit vier Waldbesitzern konnten in Gesprächen Lösungen erarbeitet bzw. von den Wald-eigentümern akzeptierte Umgehungen der betroffenen Wegestrecken gefunden werden. Für diese breite Unterstützung möchte sich das P-Weg-Team ganz herzlich bedanken.
Ebenso möchte sich das P-Weg-Team bei allen bedanken, die die Organisatoren und „die Sache P-Weg” durch verschiedene Aktionen (Unterschriftenaktionen des Ärztehauses, des TuS Plettenberg/Handball und durch persönliche Gespräche) unterstützt haben.
Es bleibt anzumerken, dass auch die Waldeigentümer, die ihre Zustimmung zunächst nicht erteilt haben, nicht gegen das P-Weg-Marathonwochenende selber sind, sondern dass sie die Belastung durch die Nutzung von Wanderern, Walkern, Läufern und Bikern im übrigen Jahr als problematisch empfinden.
Hier hat das P-Weg-Team während der vergangenen vier Jahre immer versucht, im Dialog mit Vertretern der Waldbesitzer und Jäger einen Ehrenkodex und Verhaltensregeln zur Nutzung und gegenseitiger Rücksichtnahme zu erarbeiten, die auch schon lange auf der P-Weg-Homepage www.p-weg.de/Fair mit mir veröffentlicht sind. Diese umfangreichen Informationen und Orientierungshilfen sollen zu einem besseren Verständnis der Waldnutzer und Eigentümer betragen. Auch Aktionen, die in diese Richtung zielen, wie z.B. die Aktionen des Plettenberger Turnvereins oder des Ski-Klubs Oestertal können sicher langfristig zu einem bessern Miteinander führen.
Jedoch müssen alle Beteiligten aufeinander zugehen und bereit sein, sich mit den Bedürfnissen des Anderen auseinander zu setzen. Wenn Wanderer, Walker, Läufer und Biker sich unverantwortlich über die Regelungen und Gebote zum Schutz von Flora und Fauna hinwegsetzen, aber auch wenn Waldeigentümer und Jäger die anderen Waldnutzer nicht respektieren, wird es nie zu einem guten Miteinander aller Waldnutzer kommen.
Da das ehrenamtlich tätige P-Weg-Team immer bemüht ist, dass alle Beteiligten in einem gemeinsamen Konsens unter dem Motto „Plettenberger für Plettenberg” zusammenkommen und dies oberste Grundvoraussetzung für den P-Weg-Marathon ist, würde das das Ende der beliebten Veranstaltung bedeuten, wenn sich hier keine langfristige Verbesserung erzielen lässt.
Daher möchte das P-Weg-Team zum einen nochmals eindringlich an die Sportler appellieren, die Regeln zu beachten, und zum anderen alle Waldeigentümer und -nutzer dazu aufrufen, freundlich aufeinander zuzugehen und das Verständnis für die Belange des jeweils anderen zu entwickeln und sich respektvoll zu begegnen.
Nun beginnt für das P-Weg-Team eine arbeitsreiche Zeit, denn durch die lange und zermürbende Ungewissheit, in der Kompromisse gesucht wurden, konnte noch nicht mit der eigentlichen Vorbereitung für das Wochenende begonnen werden. Dankbar ist das P-Weg-Team daher über die vorhandene breite Rückendeckung aus der heimischen Wirtschaft, wo ein Teil der schon bekannten Sponsoren bereits vor einiger Zeit ihre Zusage zur Unterstützung eines möglichen P-Weg-Wochenendes 2010 gegeben hat.
Darüber hinaus freut sich das P-Weg-Team immer über neue Sponsoren, um die große Last gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf noch mehr Schultern zu verteilen und den P-Weg auch künftig wirtschaftlich unabhängig halten zu können. Firmen, die den P-Weg unterstützen wollen, können sich jederzeit mit Kay Hömberg per E-Mail an hoemberg@p-weg.de oder unter 02391/60 95 04 in Verbindung setzen."
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