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P-Weg-Marathon

Kein Durchkommen zwischen Birnbaum und Teindeln

04.02.2010 | 20:00 Uhr
Kein Durchkommen zwischen Birnbaum und Teindeln

Plettenberg. Kein Durchkommen zwischen Affeln-Birnbaum und Teindeln. Dieses ungelöste Problem beschäftigt nach wie vor das Organisationsteam des P-Weg-Marathons.

Zuerst sagte der Eigentümer des Brüninghauser Tales nein, dann gab auch die Stadt Neuenrade ihre Wege nicht frei. „Trotz mehrfacher Gespräche konnten die Eigentümer nicht zu einer Zustimmung bewegt werden”, berichtet das P-Weg-team in einer Pressemitteilung. Eine Umgehung dieser Sperre sei nicht möglich. Damit ist die P-Weg-Strecke vom Ausspann nach Teindeln blockiert.

„Dahinter stehen Jäger, die sich durch Wanderer und Sportler gestört fühlen und glauben, durch das Blockieren der P-Weg-Veranstaltung könne man das ganzjährige Laufen und Radfahren im Wald einschränken”, stellen die Organisatoren fest.

Vermittlungsversuche

bleiben vergeblich

„Es sind nur ganz wenige Außenseiter, die so denken. Mit allen anderen Jagdausübungsberechtigten und Eigentümern konnte Einigkeit erzielt werden. Teilweise wurden gemeinsam Streckenänderungen vorgenommen oder Umgehungen gefunden. Grundlagen der Verständigung waren gegenseitige Akzeptanz, Fairness und gemeinsam formulierte, verbindliche Verhaltensregeln für die Sportler.”

In Affeln sind die Verhältnisse kompliziert. Die Stadt Neuenrade ist zwar Alleineigentümerin der Wege, aber sie will nur zustimmen, wenn die Affelner Jagdgenossenschaft nichts dagegen hat. Auch Vermittlungsversuche des Neuenraders Bürgermeisters konnten keine Zustimmung erreichen. Die Stadt Neuenrade hat daher entschieden, die Vorstellungen der Jagdpächter höher zu bewerten, als die Interessen der Wanderer und Sportler.

Die Jagdgenossenschaft wiederum fühlt sich dem Jagdpächter verpflichtet, der ein erklärter Gegner des Waldbetretungsrechtes ist. „Die Jagdgenossenschaft sagt, sie habe keine Einwände gegen eine Wegebenutzung vom Schlot (Allendorfer Höhe) bis zum Ausspann, aber das nutzt nichts, denn von dort aus geht es nicht weiter”, hadert Michael Schröder vom P-Weg-Team. „Alle Alternativen vom Ausspann über die Ölmühle und/oder den Stübel, die in den Verhandlungen von Seiten des P-Weg-Teams vorgelegt wurden, die eine Streckenführung vom Ausspann nach Teindeln ermöglichen würden, werden von den betroffenen Eigentümern bzw. dem Jagdaufseher eines Eigentümers abgelehnt bzw. nicht gestattet.”

Durch die Ablehnung der Stadt Neuenrade, die im Votum der Jagdgenossenschaft begründet ist, sowie das Nein der anderen Betroffenen ist das P-Weg-Marathonwochenende in der bisherigen Form nicht durchführbar.

Ergebnisse sollen

Ende Februar vorliegen

Noch haben die P-Weg-Teammitglieder die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich in Neuenrade/Affeln bzw. bei den anderen Betroffenen doch noch etwas bewegt. Sie setzen auch darauf, dass die in den letzten Wochen durchgeführten Aktionen der breiten Bürgerschaft (Unterschriftenlisten usw.) noch ein Umdenken oder Einlenken bewirken. Gleichzeitig wird das Organisationsteam sich aber nun mit der neuen Situation intensiv beschäftigen und nach Lösungen suchen.

Ende Februar sollen die Ergebnisse vorgestellt werden.

Bernhard Schlütter

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