Kirmes in Sterkrade knackt die Millionengrenze
11.06.2012 | 18:54 Uhr 2012-06-11T18:54:00+0200
Oberhausen. Die letzte Zuckerwatte ist verkauft. Die letzte Schüttel-Runde auf dem Karussell gedreht. Die 183. Fronleichnamskirmes in Sterkrade verabschiedet sich - und ist allen Prognosen zum Trotz vom Wetter nicht gebeutelt worden. Im Gegenteil: „Bestes Kirmeswetter“, attestieren die Schausteller. Und auch Stadt-Sprecher Rainer Suhr spricht von idealen Bedingungen. „Nicht zu heiß und auch nicht zu feucht!“
Feuerwehr zählt weniger Einsätze als im Vorjahr
Von vereinzelten Duschen einmal abgesehen, so wie am gestrigen Montag, fällt die Gesamtbilanz positiv auf. Die anvisierten Besucherzahlen wurden locker erreicht. Mehr als eine Million Menschen zog es nach Angaben der Stadt, als Veranstalter des traditionsreichen Rummels, nach Sterkrade.
Wobei sich die Ausgeh-Gewohnheiten bei den äußerst wechselhaften Aussichten im Vorfeld teils deutlich verändert hatten: Vor allem der Donnerstag zeigte sich als einer der stärksten Tage überhaupt. Den Kirmesheiligabend hatten einige Schausteller und Beschicker der Buden dagegen schon voller erlebt.
„An den beiden Fußballabenden Freitag und Samstag hatten wir etwas geringere Besucherzahlen“, sagt Suhr weiter. Allerdings hätte es an den Spitzentagen eine riesige Resonanz gegeben. So sehr, dass am Donnerstagabend zwischenzeitlich die Polizei die Wegführung zwischen Neumarkt und Zilianplatz umleiten musste. Kurzerhand wurde die enge Passage zur Einbahnstraße für Fußgänger erklärt, um weiteren Rückstau zu vermeiden. Suhr erläutert: „Die Stelle wurde danach speziell beobachtet. Es ist aber dort zu keinen weiteren Störungen gekommen.“
Überhaupt lief die Kirmes bei den Rettungskräften bis zum frühen Montagabend verhältnismäßig ruhig ab. 37 Fahrten zählte die Berufsfeuerwehr bis dahin. Dies seien weniger als in den Vorjahren. Wobei 2011 durch hitzige Temperaturen auch deutlich mehr Kreislaufprobleme zu behandeln waren.
Für 380 Schausteller geht es nun an die aufwändigen Abbauarbeiten. Vor allem die Großfahrgeschäfte müssen auf mehrere Schwertransporte verteilt werden. So geht es dann etappenweise zum nächsten Spielort. 1500 Schausteller und Budenbesitzer hatten sich im Vorfeld für einen Platz auf der 183. Sterkrader Innenstadtkirmes beworben.
Kirmesgänger vermissen eine große Achterbahn
Die Fahrgeschäfte bestätigten ebenfalls einen recht guten Verlauf: Vier Geräte (wie die Drehscheibe „High Impress“) kamen zum ersten Mal zur Fronleichnamskirmes. Auch wenn zugleich von einigen Kirmes-Fans weiterhin eine Großachterbahn vermisst wird.
Stadtsprecher Rainer Suhr freut sich über die überwiegend harmonische Stimmung in den Straßen: „Die Fronleichnamskirmes war schon immer eine Familienkirmes.“
23:36
Bald ist schon wieder die nächste Fronleichnamskirmes. Bin mal gespannt, ob der Artikel hier dann aus aktuellem Anlass einfach stehen gelassen wird :-P
Eigentlich braucht man dann ja nur das Datum zu ändern.
21:55
ihr meckerfritzen :-)) seid doch froh das ihr eine so große u. bekannte kirmes in oberhausen habt. Das bringt natürlich auch dreck, schmutz u. lärm mit was net schön ist aber so ein ereignis mit sich bringt.
17:39
@2
Nur, weil bei der Loveparade maßlos übertrieben wurde, heißt dies nicht, dass diese Praxis von anderen Städten übernommen wurde. 1 Millionen Besucher auf einer Kirmes dieser Größenordnung, die 6 Tage dauert, ist ein ganz normaler Wert. Dies sind im Durschnitt rund 20.000 Besucher pro Stunde.
15:35
Über 6 Tage Lärm und die immer gleichen Samples und Sprüche unter meinem Fenster komme ich für gewöhnlich problemlos hinweg. Ebenso, dass ich in der Zeit nirgends mein Auto abstellen kann. Auch, dass in jedem Hinterhof besoffene Teenies sitzen, ist ja standard. Was dieses Jahr neu war, war, dass man sogar auf dem Weg vom Einkaufen am Kaufland-Hintereingang verprügelt werden sollte ("ey, der hat mich beleidigt, so behindert und so" + sofortige Traubenbildung um einen). Ebenfalls neu war, dass Rettungswege zu den Häusern offenbar nicht mehr freigehalten werden müssen.
Aktiverer Personenschutz wäre zu wünschen.
13:28
Da hat wohl eher die Marketingabteilung die Millionengrenze "geknackt" ;-) Nix gelernt aus der Loveparade, dass es immer noch so heftige Übertreibungen bei Besucherzahlen geben muss?!
11:50
Das Feuerwerk war von sehr schlechter Qualität.
Viel zu laut.
Viel mehr Qualm als im letzten Jahr, dadurch bei einigen Elementen eine schlechte Sicht.
Immerhin, war ja umsonst.
Also mit der Schlechten Qualität und viel Qualm stimme ich ihnen zu aber zu laut, nein das war das feuerwerk nicht. Ich wohne am Sterkrader Krankenhaus und jedes jahr fallen bei mir wegen der Knallerei Bilder von der wand aber dieses mal nicht, ich fand es als viel zu Leise.