Es muss Liebe sein - „Ruhr in Love“ in Oberhausen
01.07.2012 | 18:40 Uhr 2012-07-01T18:40:00+0200
Oberhausen. Manchmal möchte man einfach nur aus einem Märchen zitieren: Die Stelle, an der Dornröschen aus dem tiefen Schlaf erwacht. Plötzlich ergibt alles einen Sinn. Zumindest am Samstag in Osterfeld. Denn da zeigt sich der sonst so beschauliche Olga-Park ziemlich aufgeweckt. Für die auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau gepflanzten Röschen ist es ein Tag voller Erschütterungen. „Ruhr in Love“ feiert das Sommerfest der elektronischen Musik mit mehr als 43.000 Fans.
Es wabert schon aus der Ferne, und es klingt ein wenig wie ein grollendes Donnerwetter: 300 Discjockeys, 35 Tanzflächen, die alle gleichzeitig bespielt werden. Es ist eines der größten Festivals seiner Art. Top-DJs wie Moguai oder Tom Novy pilgern gerne zur überdimensionalen Revier-Sause, die mit 43.000 Besuchern auch dank der prallen Sonne einen neuen Rekordbesuch verzeichnen kann.
Ein wilder Mix von Nummernschildern auf dem Parkplatz
Sie kommen aus dem gesamten Land - und auch aus dem Ausland wie Holland, Belgien, Frankreich und England. Wer auf die Parkplätze in den Osterfelder Straßen blickt, dem begegnet ein wilder Mix verschiedener Nummernschilder aus München, Berlin, Amsterdam. Osterfeld wird zum Schmelztiegel der elektronischen Musik. Bei den Temperaturen am Samstag ein Ereignis zum Dahinschmelzen.
Viele haben sich auf das sonnige Sommerwetter eingestellt: Bikini statt brave Bluejeans. Mini-Mini-Rock statt Anzug. Die Kleidung ist längst nicht überall mehr so schräg-bunt wie in den 90er Jahren, aber noch immer zum Hingucken. Einige tanzen gar im Froschkostüm.
300 Discjockeys bespielen 35 Tanzflächen
„Ruhr in Love ist nicht so hektisch“, sagt Sarah Klötz aus Essen. „Wenn wir keine Lust mehr haben, setzen wir uns einfach zum Chillen auf die Wiese.“ Auszeit. Halbzeit. Liebeszeit. Ein sommerliches Kuschelintermezzo bei wohligen Sonnenstrahlen schlagen Tanz-Pärchen nicht aus. Man muss schließlich nah am Thema bleiben - klar: „Ruhr in Love “!
Dass Ruhr nicht unbedingt von Ruhe kommt, beweist stattdessen die Discjockey-Riege. Techno ist nicht gleich Techno. Die elektronische Musik beinhaltet Stilformen wie House, Trance, Acid, Hardcore - und eben auch Techno. Allerlei für Nicht-Alleine-Hörer. Auf den kleinen Tanzflächen auf dem Rasen füllt es sich schnell.
Es klopft. Es pocht. Es schnackelt. Julia Koch hat sich ihren Zeitplan für das Festival ganz genau abgesteckt: „Acht Tanzflächen in drei Stunden, das müsste doch zu schaffen sein.“ Damit gehört sie als Massenkonsumentin aber eher zur Ausnahme. Die meisten Besucher suchen sich gezielt den Anbieter ihrer Stilrichtung aus, belagern die Tanzfläche für längere Zeit.
Nach zehn Stunden Festival geht es in den Clubs weiter
Bei den Erfrischungen gibt es mitunter seltsame Varianten: Mineralwasser mit Koffein zum Beispiel. „Schmeckt irgendwie seltsam“, meint Julia Koch. Auf Energy-Drinks und ähnliche Wachmacher möchte sie verzichten. Koch: „Ich tanze auch im Verein, meine Kondition sollte reichen.“
Nach zehn Stunden endet der Zappelreigen. Doch: In den Clubs geht es bei Aftershowpartys weiter.
17:24
Wie sollen Stadt oder Veranstalter etwas dagegen unternehmen? Bei der Fronleichnamskirmes war es bei Weitem nicht so schlimm. Da ist an 6 Tagen nicht so viel verdreckt worden wie dort an einem Tag. Ich wohne in der Nähe der Kirmes. Ausserdem ist es leicht, die Verantwortung auf andere abzuschieben.Verursacher sind die Besucher des Festes und deren Erziehung und Asiverhalten kann die Stadt nicht ändern. Was soll die Stadt unternehmen ausser solche Veranstaltungen nicht mehr stattfinden zu lassen?
12:26
Sehr kurzsichtige Sichtweise...
Ich billige in keinster Weise Müll, Dreck und Schmutz, die diese Veranstaltungen hinterlassen, aber dagegen muß es auch ein Kraut geben. Hier müssen sich Stadt und Veranstalter zusammen setzen. Es kann aber auch nicht sein, das wegen derartiger Auswüchse, die seitens der Verantwortlichen nicht berücksichtigt wurden, solche Veranstaltungen nicht mehr durchgeführt werden oder? Ähnliche Probleme gibt es ja auch bei der Frohenleichnamskirmes in Sterkrade und die will ja auch keiner abschaffen.
Und welches "Kraut" bitteschön? Es ist ja nicht nur auf dem Olga-Gelände rumgesaut worden, sondern überall da, wo sich die Leute aufgehalten haben.
Solche Auswüchse sind wahrscheinlich von den Verantwortlichen mit eingeplant worden. Ich selbst bin für die Abschaffung dieses "Events". Warum, steht in meinen anderen Kommentaren.
Bei der Fronleichnamskirmes gibt es andere Probleme. Alkohol spielt dort natürlich auch eine große Rolle, aber es wird auch sehr viel gestohlen dort. Klar gibt es da auch eine Menge Müll, aber das ist nichts im Vergleich zur Ruhr in Love.
15:36
Wenn sie gerne vermüllte, bepisste und bekotzte Parkanlage, Vorgärten, Einfahrten und Strassen haben, schön. Wir brauchen sowas nicht. Jeder fühlt sich in seinem eigenen Dreck wohl.
14:16
Na wo gefeiert wird...
Oberhausen kann sich glücklich schätzen, eine Veranstaltung dieser Größenordnung anbieten zu können. Keine Ahnung, was es daran zu meckern gibt :-)
Dann solltest du dir mal die Kommentare durchlesen, dann weißt du warum ;-)
18:12
Wenn so Liebe aussieht, dann gute Nacht Deutschland.
17:15
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17:06
Am nächsten Tag sah es auf und rund um den Olga-Park aus, als wäre eine Rotte Wildsäue durch das Gelände gelaufen. Ich hoffe nur, dass die Aufräumarbeiten durch den Veranstalter und nicht wieder vom Steuerzahler erfolgte.
15:38
man aber auch unsere Erfahrung sehen :
man Folgendes betrachten :
Eine Clique junger Münsterländer fuhr gegen 12 Uhr mit uns im Bus von Bottrop Hbf zum ZOB um von dort nach OB umzusteigen.
Eine fröhliche Truppe mit Witz und Unterhaltungssinn für die übrigen Fahrgäste,incl. Kutscherin.
Kein Alk und vmtl. auch keine Drogen !
Einfach nur launig.
Alles Andere was wir mitansehen mußten fällt allerdings in die Kategorie : *******,unterste Stufe !!!
Da habt ihr aber Glück gehabt, ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht am Samstag. Es war der reinste Horror, ob am Bahnhof oder im Bus.
Ich habe nur Leute der untersten Stufe gesehen und davon mehr als mir lieb war.
Aber trotzdem schön, dass es auch andere Erfahrungen gibt.
Nur den Artikel finde ich komplett daneben. Da wird alles sehr verniedlicht und schön geredet.
14:31
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12:12
Besoffene pöbeln rum, schlagen sich gegenseitig krankenhausreif, pissen in allen Ecken oder fahren noch volltrunken andere Menschen tot. Aber das scheint alles in Ordnung zu sein, denn bei Berichten über Karnevalszüge etwa, findet man Kommentare, wie die, die hier stehen, nicht. Zum ersten Kommentar: Vielleicht sollten Sie erst einmal die deutsche Rechtschreibung lernen, bevor Sie schreiben. Jeder macht Fehler, aber Ihr Eintrag ist ja schon peinlich.