Das aktuelle Wetter Oberhausen 6°C
Demenz

Den Blick nicht nur auf das Vergessen richten

16.04.2012 | 13:00 Uhr
Den Blick nicht nur auf das Vergessen richten
Foto: Dirk Bauer

Oberhausen. Zu einer gemeinsamen Veranstaltung rund um das Thema Demenz laden das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet und das Netzwerk Demenz Oberhausen am Donnerstag, 26. April, ins Bürgerzentrum „Alte Heid“ im Knappenviertel ein. „Blickrichtungswechsel – Vom Leben und Umgang mit Menschen mit Demenz“ ist das Treffen überschrieben.

Der Titel des Buches von Brigitta Schröder stand Pate für das Motto der Veranstaltung. Die Autorin weist auf eine wichtige Säule im alltäglichen Umgang mit dementiell erkrankten Menschen hin: Betreuer und Angehörige sollten die Perspektive wechseln. Das heißt: Den Blick weniger auf die Diagnose „Demenz“ , also den medizinisch-wissenschaftlich-rationalen Aspekt zu richten, sondern mehr auf die sozial-einfühlsame und menschliche Sichtweise.

Fünf Workshops zum Thema

Eingeladen sind alle ehrenamtliche Bürger der Stadt Oberhausen, welche engagiert Menschen mit Demenz begleiten. Ganz herzlich eingeladen sind vor allem Angehörige von dementiell erkrankten Menschen .

In fünf Workshops wird dieser Sichtweise begegnet. Bearbeitet werden Themen wie: Achtsamer und wertschätzender Umgang, Aktivierung von vorhandenen Fähigkeiten sowie Biografie- und Erinnerungsarbeit. Aber auch schwierige Themen wie herausforderndes Verhalten und „Verhaltensauffälligkeiten“ kommen nicht zu kurz.

Die Workshops werden von erfahrenen Referenten aus dem Bereich Demenz begleitet und moderiert. Frau Brigitta Schröder wird selbst einen der Workshops leiten. In den Workshops wird es ausreichend Zeit zum Erfahrungsaustausch und der Erarbeitung von Lösungsansätzen geben.

Weitere Veranstaltungen geplant

Selbstverständlich gibt es auch Spaß und Freude im Leben von und mit Menschen mit Demenz und ihren Wegbegleitern, welchen die Demenz-Clownin Ina Preiß, vielen besser bekannt als „Kiki“, mit Emotion zum Besten geben wird.

Das Grußwort wird von Elia Albrecht-Mainz, Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen, sowie von Hilde Hartmann-Preis vom Demenz-Servicezentrum und Holger Eichstaedt (Netzwerk Demenz Oberhausen) gehalten.

Die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen auf 80 Personen begrenzt. Anmeldungen nimmt das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet unter der Rufnummer  0203 29820-16 entgegen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Veranstaltungen zur Wertschätzung und zur Fortbildung sind vorgesehen. „Blickrichtungswechsel“ ist der Auftakt für eine Reihe.



Kommentare
Aus dem Ressort
Politiker entscheiden über Standort der Concordia
Die Nackte im Kreisel
Die umstrittene Concordia, die der Oberhausener Künstler Jörg Mazur geschaffen hat, wird Thema in der nächsten Bezirksvertretung Oberhausen Mitte sein. Die Politiker werden entscheiden, ob und wo die Abbildung der römischen Göttin stehen darf. Ursprünglich sollte sie einen Kreisverkehr verschönern.
Stadt Oberhausen fällt 2015 in drei Wäldern Bäume
Wald
Während vielen Bürgern die Bilder umgestürzter Bäume durch den heftigen Juni-Sturm Ela noch präsent sind, plant die Stadt Oberhausen für 2015, in drei Wäldern wieder zu fällen. Allerdings sollen nur die Hälfte der zunächst geplanten Holzmengen gewonnen werden. Bürgerinfo und Rundgang sind...
Oberhausen lässt 19 Behindertenparkplätze wegfallen
Stellplätze
Von einst 25 vermeintlichen Behindertenparkplätzen am Sterkrader Tor sind nur noch sechs übrig. 19 sind weggefallen, weil sie eh nie korrekt gekennzeichnet waren, sagen die Verantwortlichen. Ein betroffener Rollstuhlfahrer ist stinksauer. „Das ist eine Schweinerei!“
Nacktbilder dürfen nicht zurück ins Sterkrader Rathaus
Kunst
Trotz vieler Proteste von Bürgern in Oberhausen und darüber hinaus bleibt das Oberhausener Gebäudemanagement hart: Die Künstlerin Maria Mancini darf die vier Nackbilder, die sie nach Beschwerden im Technischen Rathaus Sterkrade abhängen musste, dort nicht wieder ausstellen.
Oberhausener Patient seit 40 Jahren auf Dialyse angewiesen
Gesundheit
Als er 19 ist, versagen die Nieren von Bernd Imbusch. Seitdem ist er auf die Dialyse angewiesen. Seit nunmehr 40 Jahren reinigt eine Maschine drei Mal in der Woche sein Blut. Unter Fachleuten gilt das als kleine Sensation. Seine Lebensfreude und seinen Mut hat er in all den Jahren nicht verloren.
Fotos und Videos
Clueso lässt Teenies träumen
Bildgalerie
Konzert
Kürung der Tollitäten
Bildgalerie
Karneval
Lenny Kravitz rockt die Arena
Bildgalerie
Konzert
Weekend of  Horrors
Bildgalerie
Turbinenhalle