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Spende

Neujahrssingen unterstützt Roma aus dem Kosovo

05.01.2010 | 09:00 Uhr

Blintrop. Wenn die Blintroper Dorfjugend am Neujahrstag von Haus zu Haus geht und den Einwohnern mit einem Ständchen ein frohes neues Jahr wünscht, dann machen die 18- bis 27-Jährigen das auch immer für einen guten sozialen Zweck.

„Wir sammelten in den vergangenen Jahren u.a. für Flüchtlinge im Sudan (Dafur) und die Flutwellenopfer von Sri Lanka”, berichtete Fabian Borghoff im Namen der Gruppe. Dieses Jahr sammelte sie für die Aktion 302.

Das ist eine Münsteraner Initiative, die das Ziel hat, die Abschiebung, die dort 302 Roma aus dem Kosovo droht, zu verhindern und ein Bleiberecht für alle Roma zu erreichen. Es liefen bereits Aktionen wie zwei Demos, ein Münsteraner Flüchtlingstag, und eine Fotoaktion „Schnappschüsse für ein Bleiberecht” (siehe Foto). Das in Blintrop ersungene Geld wird für Öffentlichkeitsarbeit, Flyer, Banner oder auch Fahrkarten für Flüchtlinge anderer Städte eingesetzt.

„Da wir, Patrick Bongard, Christian Linder, Dimitri Neumann, David Bongard, Sandra Kopp, Tobias Midderhoff, Timo Bongard und ich, eine Abschiebung in den Kosovo für menschenunwürdig halten, haben wir uns für diese Solidaritätsbekundung entschieden”, so Fabian Borghoff.

Die Flüchtlinge seien größtenteils bereits „seit zehn bis zwanzig Jahren in Deutschland”, ihre Kinder würden den Kosovo nicht einmal kennen. „Viele Berichte, u.a. des UNHCR, verdeutlichen, dass es eine menschenrechtliche Katastrophe wäre, Roma jetzt in den Kosovo abzuschieben”, erklärt Fabian Borghoff.

In ganz Deutschland seien zurzeit ca. 10 000 Roma von der zwangsweisen Rückführung in den Kosovo bedroht. „Wir freuen uns über diese Unterstützung. Vor allem ist sie ein öffentliches Zeichen, von denen wir uns mehr wünschen würden”, lobt Andreas Michels von der Münsteraner Aktion 302 das Blintroper Engagement.

Uwe Tonscheid

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Kommentare
08.01.2010
11:58
Neujahrssingen unterstützt Roma aus dem Kosovo
von Fabian82 | #5

Hallo,

ich bin der dienstälteste Neujahrssinger.Wir bemühen uns jedes Jahr den Spendenzweck vorher aunzukündigen, so auch in diesem Jahr geschehen. Spätestens auf halber Treppe erzählen wir den Leuten von unserem jeweiligem Thema. In diesem Jahr hatten wir auch ausführliches Infomaterial zur Hand. Des Weiteren läuft in unserem Dorf das meiste über Mundpropaganda.
Ich glaube nicht, dass sich jemand überrumpelt fühlte-hab zumindest keine negative Rückmeldung erhalten.
Im Übrigen geht ein Fünftel der Spende für Unkosten drauf um die Tradition fortführen zu können. Allein dafür würden die meisten Leute spenden. Alle in Allem ist das eine rundum positive Sache: -es stärkt das soziale Miteinander
-wir unterstützen eine gute Sache
-die Leute werden angehalten sich mit einer Sache auseinander zu setzen, über die sie sonst nicht nachgedacht hätten
-alle Beteiligten haben einen Mordsspaß!

fetten Gruß an alle Unterstützer der letzten Jahre!
Fabian

07.01.2010
09:59
Neujahrssingen unterstützt Roma aus dem Kosovo
von Sebastian75 | #4

Das Engagement der Bürger für die Flüchtlinge aus dem Kosovo is toll! Alle Achtung!

06.01.2010
20:06
Neujahrssingen unterstützt Roma aus dem Kosovo
von eine andere Ulrike | #3

Die Aktion 302 ein guter Zweck. Es ist sehr unfair von Ihnen, hier von überrumpeln und Quasi-Täuschung zu sprechen. Ich gehe außerdem davon aus, dass die Jugendlichen selbstverständlich Auskunft darüber gegeben haben, wofür sie Geld sammeln.

05.01.2010
22:54
Neujahrssingen unterstützt Roma aus dem Kosovo
von Ulrike2 | #2

Warum wird nicht vorher darüber berichtet?

Wenn die Menschen an der Haustür überrumpelt werden und denken, sie spendeten etwas für einen guten Zweck, ist das irreführend. Ich hoffe, die Neujahrssinger sagen jedes Mal klar und deutlich, an wen die Spenden der Wohltäter am Ende gehen.

05.01.2010
22:54
Neujahrssingen unterstützt Roma aus dem Kosovo
von Ulrike2 | #1

Warum wird nicht vorher darüber berichtet?

Wenn die Menschen an der Haustür überrumpelt werden und denken, sie spendeten etwas für einen guten Zweck, ist das irreführend. Ich hoffe, die Neujahrssinger sagen jedes Mal klar und deutlich, an wen die Spenden der Wohltäter am Ende gehen.

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