Das aktuelle Wetter Neuenrade 12°C
Konzert in der Villa am...

"Gitarrengeschichte(n)" auf höchstem Niveau

29.11.2009 | 18:44 Uhr

Neurenrade. Auf historischen Instrumenten machten Olaf Van Gonnissen und Stephan Werner - beide Meister ihres Fachs - am Samstagabend in der Villa am Wall mit der Geschichte der Gitarre von der Renaissance bis heute bekannt.

Auf Einladung des Forums Neuenrade reisten die beiden Virtuosen mit ihrem begeisterten Publikum in die Vergangenheit. Nicht zuletzt durch die alten Instrumente erhielten die Zuhörer eine Vorstellung davon, wie Gitarrenmusik in früheren Zeiten klang. Kleine, feine Exkurse über die Entstehung der Vihuela, die spanische Instrumentenbauer nach Verbot der (an die Mauren erinnernden) Laute entwickelten, zur Spielweise einer Barockgitarre und einzelnen Komponisten rundeten den Ohrenschmaus.

Hoch erfreut zeigte sich Irmhild Haastert (Forum Neuenrade) in ihrer Begrüßung über die große Resonanz auf die Einladung zum Gitarrenkonzert mit den hochkarätigen Gästen aus dem Frankfurter Raum. Über Stephan Werners Jurorentätigkeit bei „Jugend musiziert” war der Kontakt zum Forum entstanden.

„Gitarrengeschichte(n)” war der erlesene, anregende Abend mit den sympathischen Gitarrenvirtuosen, die bei der Zugabe die Welt der südamerikanischen Gitarre streiften, überschrieben. Als Duo und solistisch öffneten Olaf Van Gonnissen und Stephan Werner, die sich bei der Moderation abwechselten, für alte und neue Musik Herz und Ohr.

Im 16. Jahrhundert, bei Komponisten wie Enriquez Valderrabano und Luis de Narváez, begann auf der Vihuela – doppelchörig und von der Stimmung her der Renaissance-Laute ähnlich – eine hoch virtuose Reise in die Vergangenheit.

Die Instrumente mit bis zu fünf Schalllöchern avancierten dabei zum optischen Blickfang des Konzerts. Der Überlieferung nach gehörte die Narváez-Komposition „Mille Regrez”, kunstvoll von Olaf Van Gonnissen dargeboten, zu den Lieblingsliedern Kaiser Karls V. Unterschiedlichste Spieltechniken von Greifhand und Anschlagshand zelebrierten die beiden Könner in Vollendung. Klar und transparent gestaltete sich das Zusammenspiel. Forte und piano trumpfte das Duo auf. Im Barock, der unterschiedlichste Besaitung kannte, durfte der berühmte Name Gaspar Sanz („Canarios”) nicht fehlen. „Schlanke”, höher gestimmte Terzgitarren gehörten zum Abstecher in die Klassik, der Beethoven auf zarten Saiten Geltung verschaffte.

Monika Salzmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2182559/create

Aktuelle Fotos und Videos
Ladies Night im Kino
Bildgalerie
Sommertrends
Drei Tage Sportfest in Affeln
Bildgalerie
Sportfest
Nacht der offenen Kirche
Bildgalerie
Ökumene
Kinderkönigin Amelie
Bildgalerie
Blintrop
Aus dem Ressort
Ladies Night im Gloria Theater: Der Sommer wird knallbunt
Ladies Night
Der Sommer wird bunt, knallbunt. Einen Vorgeschmack auf die Modetrends der kommenden Monate bekam die Damenwelt am Mittwoch im Gloria Theater. Anstatt einer Modenschau gab es zum ersten Mal Friseurhandwerk live zu bestaunen. Im Foyer berieten Neuenrader Beauty-Expertinnen die Besucherinnen.
Foto
Konzert in der St. Lambertuskirche
St. Lambertuskirche
Im Rahmen der „Affelner Altarmusik“ findet jedes Jahr ein außergewöhnliches Konzert in der St. Lambertuskirche Affeln statt. Die Veranstaltungsreihe erhielt ihren Namen wegen des berühmten flandrischen Schnitzaltars der romanischen Kirche.