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Vorliebe für Waffen endete vor Gericht

09.06.2008 | 17:48 Uhr

Herdecke. (sam) Seine Sammelleidenschaft wurde einem 24-jährigen Herdecker gestern vor dem Hagener Amtsgericht zum Verhängnis. Ohne erforderliche Genehmigung hatte er zuhause Waffen gehortet. Dafür gab es neun Monate Haft auf Bewährung.

Die Polizeibeamten, die seine Wohnung am 21. August eigentlich nach Drogen durchsuchen wollen, hatten sicherlich nicht schlecht gestaunt. Gleich neben der Wohnungstür hatte das erste Gewehr gelehnt, im weiteren Verlauf hatten sie dann noch mehr Waffen und Munition gefunden, allerdings auch die erwarteten Betäubungsmittel inklusive einer Wasserpfeife und einer Feinwaage.

Gestern vor Gericht ging es nur um die Waffen. Waffen, die bearbeitet worden waren und von denen zwei funktionstauglich gewesen waren. Insgesamt ein mehr als deutlicher Verstoß gegen das Waffengesetz - und das unter laufender Bewährung.

Seinen Fehltritt wollte der 24-Jährige gar nicht in Abrede stellen. Auch gab er zu, dass er gewusst habe, dass das Ganze nicht rechtens war. Er habe die brisanten Funde aus reinem Interesse besessen. Ein Interesse, das jetzt deutlich gedämpft sei. Er gucke sich Waffen jetzt nur noch im Fernsehen an. Wer ihm die Waffen verkauft hatte und für welchen Preis, das wollte er nicht preisgeben.

Zudem bestritt er vehement, die Waffen selbst bearbeitet zu haben. Verdächtig allerdings, dass sich auf seinem Balkon eine genau passende Werkzeugbank befunden hatte. Nicht äußern wollte er sich ferner zu seinem früheren Drogenproblem. Sein Verteidiger jedoch betonte, dass sein Mandant seit einem Jahr "clean" sei. Der Herdecker hatte Glück. Sein Bestreben, einen Schulabschluss nachzuholen und vielleicht auch die Worte des Anwalts stimmten das Gericht milde. Es endete noch einmal mit Bewährung. Der Richter kommentierte: "Wir konnten nicht feststellen, dass hier mehr im Spiel war, als die Neugierde und Liebe zu Waffen zu befriedigen."



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