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Mini-Kongress der ESV

UNbehindert durch das Leben

17.03.2010 | 18:14 Uhr
UNbehindert durch das Leben

Papier ist geduldig. Damit aus einer guten Erklärung aus dem fernen New York Taten werden, ist die Evangelische Stiftung Volmarstein zum Gastgeber im Stadtsaal geworden. Sie möchte die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen als Rückenwind nutzen für eine behindertengerechtere Welt.

„UNbehindert - und das Leben gewinnt...” stand verspielt als Überschrift über dem Mini-Kongress. „IchBinWieDu” lautete das Motto im Vorfeld und auf Transparenten im Saal. Hier war es voll, als die Behindertenbeauftrage der Landesregierung ihr Grußwort sprach und Professor Heiner Bielefeld fragte, was denn die Konvention nun konkret für die Behindertenhilfe bedeutet. Vor einem Jahr ist sie in Deutschland geltendes Recht geworden. Und fast so lange wurde bei der ESV auch der Veranstaltungstag vorbereitet.

ESV-Veranstaltung im Stadtsaal, Das Forum zur Teilhabe an der Kommunikation bei der Arbeit

Behinderte Menschen sollen Teil haben an allen Bereichen der Gesellschaft. So steht es im Leitbild der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Vieles ist erreicht, Grund zur Selbstgefälligkeit gibt es nicht, so Vorstand Pfarrer Jürgen Dittrich. In einem Acht-Punkte-Programm stellte er vor, wo die ESV zusammen mit Partnern in der Region anpacken will, etwa mit der Stadt oder den Wirtschaftsjunioren.

„Behindertenrechte sind Menschenrechte”, stellt Jürgen Dittrich fest. Und wenn etwas für Behinderte getan wird, profitieren noch ganz andere Gruppen der Gesellschaft - Senioren etwa. Dennoch geht es „um ein dickes Brett, das hier gebohrt werden soll”, so Prof. Christian Bühler, Leiter einer der zehn Gesprächsforen.

An Gesprächsbereitschaft fehlt es nicht. Das gilt für die Mitarbeiter der ESV, für die der Tag als Schulungstag zählt. Aber auch unter den Bewohnern gibt es Anregungen. Etwa dass bei einer Weiterführung der Veranstaltung ein Behindertendolmetscher übersetzt und sie auch im Vortragsteil mitreden dürfen.

Klaus Görzel

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