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Sizilianer mit Beil attackiert

25.02.2008 | 17:48 Uhr

Herdecke. (Ul) Salvatore ist Sizilianer, wohnt in Herdecke und betreibt in Gevelsberg einen Friseursalon. Der 41-Jährige kann drei Kreuze machen, dass er noch lebt. Denn er ist dem Tod bereits begegnet: Am 15. ...

... September letzten Jahres schlug ihm ein Landsmann gleich mehrfach ein scharfes Küchenbeil wuchtig über den Kopf.

Seit gestern sitzt der mutmaßliche Täter (38) wegen versuchten Totschlags vor dem Hagener Schwurgericht. Es geht um die Frage, was ihn angetrieben hat, den Herdecker völlig überraschend anzugreifen und ihn so schwer zu verletzten. "Der ist einfach krank im Kopf", sagt das Opfer, das einen offenen Schädelbruch und sieben klaffende Schnittwunden erlitt.

Eigentlich wollte Friseurmeister Salvatore an diesem Samstagnachmittag in einem Gevelsberger Wettbüro nur in Ruhe Bundesligaspiele gucken. Da trat der Angeklagte an ihn heran, zückte plötzlich das Beil und schlug drauflos. "Ich dachte, die Zimmerdecke stürzt ein", erinnert sich der Herdecker im Zeugenstand an den bisher schlimmsten Augenblick in seinem Leben. "Da war ein schwarzer Tunnel mit einem hellen Licht, das mich magisch anzog." Und: "Ich bin tot, schoss es mir durch den Kopf, aber ich wollte doch noch nicht sterben."

Der Angreifer konnte schließlich von Besuchern zurückgehalten werden. Er riss sich los, rannte aus dem Wettbüro und lief mit dem blutigen Beil zur Gevelsberger Wache: "Ich will der Polizei helfen." Und er erzählte den Beamten, die angeblichen Gründe, warum er dem Herdecker den Schädel gespalten hatte: "Er gehört der Mafia an, handelt mit Waffen und Drogen." "Er hat meiner Schwester Rauschgift gegeben." "Vielleicht kriegt sie ein Kind von ihm."

Alles Vorwürfe, die das seinerzeit lebensgefährlich verletzte Opfer bestreitet: "Der Typ tickt doch nicht richtig." Und: "Wenn ich damals gestorben wäre, hätte ich noch nicht einmal gewusst, warum."

Der Prozess wird fortgesetzt.



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