Neues Klavier in der Villa
23.11.2011 | 18:37 Uhr 2011-11-23T18:37:00+0100
Neuenrade. Irmhild Haastert und Martin Theile von der Lennetaler Musikschule hatten gestern Grund zur Freude: In den Unterrichtsräumen der Villa am Wall konnten die beiden Musikpädagogen ein neues Klavier offiziell in Empfang nehmen. 4000 € kostete das Tasteninstrument, der Betrag konnte mit Hilfe von Einzelsponsoren, dem Unternehmensverband, vertreten durch Theo Wingen, und den Rotariern aufgebracht werden.
Altes Klavier stammtaus dem Jahr 1963
Das alte Klavier, so zog Hauptamtschef Dierk Rademacher ein Fazit, sei 1963 erbaut worden, nach vielen Übungs- und Konzerteinheiten in die Jahre gekommen und jetzt entsorgt worden. Musiklehrerin Irmhild Haastert lieferte weitere fachliche Gründe: „Das Klavier war nicht mehr zu gebrauchen, der Anschlag war einfach zu hart und eine Restaurierung hätte sich nicht mehr gelohnt!“ Im Etat der Musikschule waren nur 1500 € eingeplant - für ein neues Klavier viel zu wenig.
Bei der Veranstaltung „Kunst & Klön“ in der Eulengasse wurde das Problem aufgegriffen, thematisiert und neue Finanzierungswege wurden aufgezeigt. Alexander Klinke, Musikliebhaber und Förderer der Musikschule öffnete ebenso seine Ohren, wie der Unternehmensverband Neuenrade und die Rotarier. Zusätzlich verzichtete der Pianist der Veranstaltung „Kunst & Klön“ auf seine Gage.
Soviel Engagement bedeutete für die Musikschule „grünes Licht“. Mit einer Kollegin besuchte Irmhild Haastert bekannte Musikhäuser, wurde in Wuppertal fündig: Das Klavier der Marke „Kawai K 2“ entsprach den Vorstellungen der beiden Musiklehrerinnen, der ursprüngliche Preis war noch handelbar, bei 4000 wurde der Kauf perfekt, den Klavierschemel gab es obendrauf.
Gestern ließ Irmhild Haastert das Instrument mit einigen Takten und satten Harmonien ertönen. Die Sponsoren waren zufrieden, Alexander Klinke erinnerte an einen Satz von Otto Schilly, mit dem sich der Grüne einst vehement für die Förderung der Kreativität bei Kindern und Jugendlichen ausgesprochen habe. Im Kern habe Schilly auch gemeint, das Kreativität von möglichen Fehltritten (Straftaten) und anderen, eher unerfreulichen Dingen abhalten kann.
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