Mit Kunst und Klön geht’s weiter
04.04.2012 | 19:41 Uhr 2012-04-04T19:41:00+0200Neuenrade. „Kunst und Klön als Ersatz für Musik in der Gasse war ein großer Erfolg, darauf wollen wir in diesem Jahr wieder aufbauen, die Veranstaltung 2012 findet am 2. September statt“, teilte der 2. Vorsitzende Toni Wiesemann am Dienstag bei der Hauptversammlung des Verkehrsvereins Neuenrade mit.
Das Konzept der Veranstaltung aus dem Vorjahr soll beibehalten werden, man will viele Künstler intensiv in den Ablauf des Tages - wieder von 11 - 18 Uhr - mit einbeziehen. Wiesemann: „Eine Veranstaltung auf einem hohen Niveau, das soll so bleiben.“
Das ist nicht die einzige Veranstaltung, die der Verkehrsverein in diesem Jahr begleiten wird. Zu einer „Erfolgsgeschichte“ entwickelte sich ganz schnell auch die Teilnahme am Projekt „Offene Gärten im Ruhrbogen“. Relativ kurzfristig hatte sich der Verkehrsverein zu einer Teilnahme im vergangenen Jahr entschlossen - die Resonanz war verblüffend. Mehrere hundert Besucher schauten sich in den vier Privat-Gärten in Neuenrade um, holten sich so unter anderem Anregungen und Tipps für die eigenen Grünanlagen.
Insgesamt acht Städte machen bei diesem Projekt mit, die Teilnehmerzahl (Gartenbesitzer) in Neuenrade konnte für 2012 mehr als verdoppelt werden. Besonders stolz ist Toni Wiesemann auf einen Teilnehmer: „Unser neuer Weinberg am Berentroper Berg ist in diesem Jahr dabei, der wird am 15. Juli geöffnet!“
Klön und Kunst sowie Offene Gärten, das sorgt unter anderem dafür, dass immer mehr Gäste nach Neuenrade kommen. Allerdings eine Touristen-Hochburg wird die Hönnestadt wohl nicht werden, doch die Übernachtungsherbergen waren im Vorjahr überraschend gut.
Neuenrader Weinberg öffnet am 15. Juli
Das liegt in erster Linie an Geschäftsreisenden und Monteuren. Tourismusbeauftragte Margarete Kind präsentierte Zahlen des statistischen Landesamtes. Demnach gab es im vergangenen Jahr 19.510 Übernachtungen in Neuenrade, gegenüber 2010 einer Steigerung von über 30 Prozent, damals waren es 14.227.
Eine Zahl, die ein wenig täuscht, denn das Landesamt hatten in dem Jahr davor die Übernachtungszahlen von einem Hotel falsch zugeordnet, nach Schalksmühle.
Dierk Rademacher: „Aber auch so sind diese Zahlen gewaltig, das haben wir in dieser Größenordnung noch nicht gehabt, Spitzenwerte lagen bisher bei knapp über 16.000 Übernachtungen.“ Margarete Kind verwies auch auf die Wanderer, die verstärkt durch den Sauerland-Höhenflug der Hönnestadt einen Besuch abstatten, nicht selten eben auch mit Übernachtung.
Im Bereich Tourismus gibt es sicher noch viel Luft nach oben, auch in der Zusammenarbeit mit dem Hönnetal/Sauerland Touristik Verein. Dierk Rademacher kündigte an, dass man mit den Hotelbetreibern absprechen will, zu welchen Bedingungen die E-Bikes vermietet werden, die RWE der Stadt zur Verfügung gestellt hat. Dafür soll auch noch Kartenmaterial zusammengestellt werden.
Das Thema „Stadt-Werbung“ stand zum Schluss noch einmal im Mittelpunkt, als Toni Wiesemann einen Stadtlogo-Vorschlag von Simone Gieshoff präsentierte, verbunden mit dem Ortsschild-Vorschlag „Das Tor zum Hönnetal“. Die Hönne fließt auf dem Entwurf „unterhalb“ von Neuenrade her, ist am Mühlenrad symbolisch sichtbar. Die Farben rot und gelb stehen für Industrie und Wirtschaft, grün vermittelt, dass es viel Wald gibt. Der Verkehrsverein will die Idee mit diesem Stadtlogo auf jeden Fall aufgreifen.
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